Geldanlagemöglichkeiten: Diese sollte man kennen



09:53 05.05.22

Für viele ist Sicherheit einer der Kernaspekte bei der Geldanlage. In der heutigen Zeit, umgeben von Niedrig- und sogar Negativzinsen, entwickelt sich die einfache Methode des Sparbuchs leider zum schleichenden Vermögensfresser. Eine Diversifikation des eigenen Kapitals, frei nach dem Motto "breit gestreut, nie bereut", zeichnet sich als beste Herangehensweise aus, auch für risikoscheue Menschen.

Was vor dem Anlegen bedacht werden sollte


"Lege nie alle Eier in einen Korb". Diese schöne Umschreibung für Diversifikation trifft den Nagel auf den Kopf. In unserer Krisenbehafteten Zeit ist es wichtiger denn je, das Risiko zu streuen und sich nicht auf eine einzige Anlageform zu verlassen. Selbst das in Deutschland so verehrte Sparbuch sorgt in der aktuellen Zeit durch niedrige, oder gar negative Zinsen und einer steigenden Inflation für einen zwar schleichenden, aber dennoch spürbaren Vermögensverlust.


Abzuwägen ist der persönliche Anlagetyp. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch bei der Geldanlage nicht. Sicherheit, permanente Verfügbarkeit und hohe Rentabilität gibt es nie zugleich. Wenngleich es viele zwielichtige Personen gibt, die einem das verkaufen möchten.

Zu beachten sind bei allen Anlageformen die kleinen, aber nicht unerheblichen Kosten und Zahlen die uns bei Transaktionen und Anlagen begleiten. Was bringen regelmäßige Zinsen und Kursgewinne, wenn sie direkt wieder durch unbedachte Kosten relativiert werden?

Informationen sollten stets aus verlässlichen und professionellen Quellen stammen. Entscheidungen nur getroffen werden, wenn das Produkt der Wahl auch vollumfänglich verstanden wurde. Auch der Bankberater des Vertrauens hat die Weisheit nicht mit dem Löffel gefressen und steht nicht ohne Grund hinter dem Schalter, nicht an der Wall-Street.

1. Tagesgeld und Festgeld


Sicherlich sind Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonten die einfachsten Anlageformen. Durch immer niedriger werdende Prozente sind sie auch alles andere als lukrativ geworden. Zwar bietet die Einlagensicherung der Bank von 100.000 Euro eine gute Sicherheit, doch frisst die Inflation bei unseren niedrigen Zinssetzen unser Kapital langsam auf. Dennoch wird grundsätzlich empfohlen mindestens zwei bis fünf Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto zu halten. Denn dieses ist aufgrund einfacher Bedienung und schneller Verfügbarkeit am besten für den sogenannten "Notgroschen" geeignet.

2. Fonds


Investmentfonds stellen eher langfristige Kapitalanlagen dar. Bei überschaubarem Risiko bieten sie die Möglichkeit Rendite zu erzielen. Sie beinhalten meist eine Vielzahl unterschiedlicher Aktien und ermöglichen so auch bei niedrigen Beträgen eine Streuung des Kapitals. Fallen bestimmte Kurse, können sie somit durch andere kompensiert werden. Fonds werden aktiv von Fondsmanagern gemanagt.



3. Exchange Traded Fonds


Die sogenannten "ETFs" gehören zu den beliebtesten Geldanlagen unserer Zeit. Im Gegensatz zum herkömmlichen Fond fällt hier die Zwischeninstanz des Fondsmanagers weg. Ein ETF muss nicht aktiv gemanagt werden, da er einfach die Zusammensetzung eines bestimmten Index kopiert. So beispielsweise den Deutschen Aktienindex - DAX, den NASDAQ, den S&P500, oder ganz gezielte Nischen. ETF Geldanlagen haben dadurch weniger Gebühren für die Verwaltung und stellen eine sehr bequeme Möglichkeit der gestreuten Geldanlage dar.

4. Immobilien

Auch Immobilien, ob direkt, oder per Immobilienfond, sind eine bewährte Geldanlage. Eigener Besitz kann sich sehr positiv auf das persönliche Vermögen auswirken. Gleichzeitig sind hier besondere Kenntnisse von Nöten, da eine falsche Investition auch zum Kapitalgrab werden kann und die laufenden Kosten einer Immobilie keineswegs unterschätzt werden dürfen.

5. Aktien

Einzelne Aktien bieten im Gegensatz zum Fond die Möglichkeit sein Portfolio gezielter und in eigener Regie zusammenzustellen. Was für einen erfahrenen Anleger zum Vorteil und Rendite-Booster werden kann, birgt gleichzeitig auch die Gefahr für Anfänger und Übermotivierte. Eine breite Streuung kann nur durch größere Investitionssummen erreicht werden. Häufig sind Unerfahrene Anleger von Gier getrieben und lassen sich auf Hebel und Optionen ein, deren Risiko sie unterschätzen. Dennoch warten hier auf geduldige und erfahrene Investoren große Renditechancen und / oder Dividenden.

6. Edelmetalle

Vor allem Gold, Silber und Platin sind als bewährte Anlagemöglichkeiten hervorzuheben, vor allem in Krisenzeiten. Der sichere Hafen, als der sie häufig dargestellt werden, sind sie jedoch nicht. Edelmetalle sind genauso mit Risiken behaftet wie andere Anlageformen. Ihr Wert ist nicht konstant, sie werfen keine Dividenden ab und die Wertsteigerungen sind in den meisten Fällen sehr überschaubar. Dennoch sind sie zeitlich betrachtet ein bewährtes Mittel gegen die Entwertung des Geldes. Investiert wird hier meist in physische Metalle in geringen Portfolioanteilen, da die Verwahrung und mögliche Transport ebenfalls Schwierigkeiten mit sich bringt. Alternativ kann auch in sogenannte Mining-Unternehmen investiert werden.

7. Riskante Anlagemöglichkeiten

Natürlich gibt es auch speziellere Anlagemöglichkeiten. Für Kenner eignen sich Oldtimer, Whiskey, Wein und andere besondere Spirituosen, Kunst, oder Sammelobjekte. Außerdem dürfen bei Menschen mit Risikoaffinität auch Kryptowährungen in kleinen Teilen beigefügt werden. Diese sind jedoch sehr volatil und schwanken regelmäßig in hohen zweistelligen Prozentbereichen. Bevor eine dieser riskanteren Anlageklassen beigefügt wird, ist es unabdinglich sich ausgiebig mit ihnen auseinander zu setzen und überlegte Entscheidungen zu treffen.


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