IN GOLD WE TRUST- REPORT – NEUER GOLDPREISREKORD NOCH IN DIESEM JAHR



08:51 28.05.22

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Am 24. Mai stellte Ronald-Peter Stöferle von der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG via Videopräsentation die 16. Ausgabe der jährlich erscheinenden Goldpreisstudie „In Gold We Trust“ vor. Diesmal trägt sie den Titel „Stagflation 2.0“.

Expertise auf allerhöchstem Niveau

Wie in den Jahren zuvor haben sich die beiden verantwortlichen Autoren Ronald-Peter Stöferle und Mark J. Valek intensiv mit Geld, Gold und deren Umfeld beschäftigt. Auf vier Kontinenten haben 20 Mitarbeiter ungefähr 20.000 Arbeitsstunden in das Projekt investiert, damit Anleger die komplexen Zusammenhänge der Geldanlage besser bewerten können. Das Ergebnis sämtlicher Recherchen und Analysen kann man im Internet unter www.ingoldwetrust.report kostenlos abrufen. Die Kompaktversion wurde auf 26 Seiten komprimiert, während sich die Komplettversion in diesem Jahr über einen Umfang von rund 400 Seiten erstreckt und in den Sprachen Deutsch und Englisch sowie Chinesisch (ab Herbst 2022) verfügbar ist. Übrigens: Erstmals können Anleger eine Kompaktversion auch in spanischer Sprache abrufen.

Für Kapitalmarktexperte Stöferle steht eines fest: „Inflation ist nun ein Thema, das uns alle beschäftigt – Investoren, Politiker, Notenbanker und Konsumenten.“ Ein großes Problem bestehe darin, dass wir derzeit eine Deflation der Vermögenspreise und gleichzeitig eine Inflation der Konsumentenpreise erleben. Die Studie ist in insgesamt 25 Kapitel eingeteilt, von denen einige Themenbereiche besonders viel Raum erhielten. Auf mehr als 40 Seiten erfahren die Leser zum Beispiel alles, was man über die drohende Stagflation und ihre Auswirkung auf den Goldpreis wissen sollte. Für Stöferle liegt eine Stagflation vor, wenn die Wirtschaft zwei Quartale in Folge ein reales Wirtschaftswachstum von weniger als einem Prozent und dabei eine Inflation von mehr als drei Prozent aufweist.

Stagflationsphasen gab es zuletzt zwischen 1970 und 1983 zu beobachten. Neben geld- und geopolitischen Parallelen wird in der Analyse aber auch auf wichtige Unterschiede gegenüber damals hingewiesen. Diese betrafen unter anderem die Höhe der Staatsverschuldung, den jährlichen Geldüberhang sowie die Lage am Arbeitsmarkt. Die Macher der Studie gehen davon aus, dass wir in den kommenden Jahren mehrere Stagflationswellen durchleben werden. Diese würden dann die Attraktivität von Edelmetall- und Rohstoffinvestments erhöhen, wenngleich diesbezüglich einige Fallstricke zu beachten seien.

De-Dollarization weiter auf dem Vormarsch

Hochinteressante Erkenntnisse und Schlussfolgerungen liefert auch das Kapitel „Eine neue Weltordnung entsteht“, in dem die fortschreitende Ent-Dollarisierung (De-Dollarization) eingehend untersucht wird. Russlands Krieg gegen die Ukraine und die enge Partnerschaft zwischen Russland und China könnten eine Zeitenwende nach sich ziehen: weg vom US-Dollar und hin zu einer multipolaren Welt, in der auf der einen Seite der China-Russland-Block und auf der anderen Seite westliche Demokratien stehen könnten. Grundsätzlich wird dem Einfrieren der russischen Währungsreserven eine ähnliche Bedeutung beigemessen wie der 1971 erfolgten Abschaffung des Goldstandards durch US-Präsident Richard Nixon. Obwohl die weitere Entwicklung des Weltfinanzsystems angesichts der zahlreichen Unsicherheitsfaktoren nur schwer prognostizierbar sei, scheint für Stöferle und Valek sicher zu sein, dass Gold und Rohstoffe massiv an Bedeutung gewinnen werden.



Traditionell kommen im „In Gold We Trust“-Report (Komplettversion) regelmäßig hochkarätige Experten zu Wort – sei es in Form von eigenen Beiträgen oder Interviews. In der aktuellen Ausgabe sind zum Beispiel Luke Gromen vertreten, der von Stöferle in der Videopräsentation als „einer der inspirierendsten globalen Makrostrategen“ bezeichnet wurde. Explizit erwähnt wurden aber auch das Interview mit dem „legendären Goldinvestor“ Alasdair Macleod zum Thema „Stagflation und ein neuer Goldstandard“ sowie die Beiträge von Heinz Blasnik und Dietmar Knoll.

Investments in Silber, Goldminen und Kryptos näher beleuchtet

Dass Stöferle und Valek von Gold nach wie vor überzeugt sind, verrät ja bereits der Name der Goldstudie („In Gold We Trust“) und muss an dieser Stelle nicht näher erläutert werden. Auf jeweils mehr als zehn Seiten wurden weitere Geldanlagen intensiv analysiert:

Obwohl der Silberpreis angesichts der explodierenden Inflationsrate eher enttäuscht hat, werden dessen Perspektiven optimistisch eingeschätzt. Das Fazit lautet daher: „Der Silberpreis wird in Einklang mit einer monetären Inflation steigen und die Zukunft von Silber ist rosig, weil die Zukunft inflationär ist.“ Hinsichtlich extrem volatiler Kryptowährungen vertritt das Autorenteam die Ansicht, „dass sich im Zuge der geldpolitisch bedingten Verwerfungen interessante Einstiegsmöglichkeiten bei Bitcoin und einigen ausgewählten Kryptowährungen ergeben könnten“. Hinsichtlich Goldminen werden vor allem deren hohe Gewinnmargen positiv hervorgehoben. Kurzfristig erscheine die technische Lage zwar angeschlagen, passend zum saisonalen Verlauf der Miner könne ein sommerlicher Rücksetzer aber „hervorragende Einstiegsmöglichkeiten“ bieten. Besonders interessant: Auf zwölf Seiten werden das Wesen und die Besonderheiten von sogenannten Royalty- und Streaming-Unternehmen detailliert vorgestellt. Alles in allem attestieren die Experten „beträchtliches Potenzial für weiteres Wachstum in der Royalty- und-Streaming-Branche“.

In Gold We Trust- Report – neuer Goldpreisrekord noch in
          diesem Jahr
Da wir derzeit alles andere als normale Zeiten erleben, sollten die drei oben erwähnten potenziellen Belastungsfaktoren für den Goldpreis differenziert betrachtet und kritisch hinterfragt werden. Ob Anleihen bei steigenden Zinsen (Opportunitätskosten) nachhaltig an Attraktivität gewinnen werden, darf aus folgenden Gründen bezweifelt werden. Nur zur Erinnerung: Aktuell geben viele Banken den von der EZB verlangten Einlagenzins (Strafzins) in Höhe von 0,5 Prozent p.a. an ihre Kunden weiter, was zu einer systematischen Vernichtung von Sparvermögen führt. Zudem reduziert sich durch die hohe Teuerungsrate die Kaufkraft des Euros derzeit besonders stark.

Und nun noch das Wichtigste zum Ausblick von Gold: Erfahrungsgemäß interessieren sich Investoren für eines besonders stark – nämlich Preisprognosen. Die beiden Fondsmanager bestätigen ihr im Mai 2020 ausgesprochenes langfristiges Goldpreisziel, das auf Basis des hauseigenen Goldpreismodells ermittelt wurde. Dieses geht im Basisszenario davon aus, dass eine Feinunze Gold am Ende des Jahrzehnts 4.800 US-Dollar kosten wird. Mit Blick auf Ende dieses Jahres wird ein Kursziel von ungefähr 2.200 US-Dollar eingeräumt. Voraussetzung hierfür sei jedoch ein Lockern der angekündigten restriktiven Geldpolitik der US-Notenbank. Zur Erinnerung: Auch im Dezember 2018 habe die Fed schon einmal ihre damalige Straffungspolitik sehr schnell wieder aufgegeben.

Angesichts der globalen Herausforderungen und Risiken bietet die weltweit anerkannte Goldstudie „In Gold We Trust“ Anlegern eine nützliche Orientierungshilfe. Hier erfahren sie wichtige Zusammenhänge zwischen verschiedenen Anlageklassen und warum Gold in jedes sinnvoll diversifizierte Portfolio gehört. Unzählige Argumente und aussagekräftige Tabellen, Grafiken und Charts helfen Investoren, die zahlreichen Krisenherde besser einzuordnen, um wirksamen Vermögensschutz zu betreiben.

Hier finden Sie weitere Informationen zum „In Gold We Trust-Report“ der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG.


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Über den Autor
 
Autor: Benjamin Summa Benjamin Summa,
pro aurum

Benjamin Summa ist seit dem 1. Juli 2011 Unternehmenssprecher beim Münchner Edelmetallhandelshaus pro aurum. In dieser Position berichtet er direkt an die Geschäftsführer Robert Hartmann und Mirko Schmidt. Benjamin Summa verantwortet die interne und externe Kommunikation. Zuvor war er Wirtschafts-Redakteur beim Axel Springer Finanzen Verlag.

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