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Der zweitgrößte Energieversorger Deutschlands, RWE, musste eingestehen, dass das Konzept eines global agierenden Wasserversorgers sich in der Praxis nicht bewährt hat. Zwar wirtschaftete die Wassersparte durchaus profitabel. Aber da milliardenschwere Investitionen in das jeweilige Wassernetz notwendig wären und lediglich regionale Synergieeffekte zu erzielen sind, wird sich RWE auf das kontinentaleuropäische Wassergeschäft beschränken. Die entsprechenden Aktivitäten in den USA, Großbritannien, Chile, China, Türkei, Indonesion und den Vereinigten Arabischen Emiraten (trotz des internen Widerstands von Führungskräften) sollen veräußert werden.
Großes Interesse an Wassersparte
Allen voran geht aktuell die Diskussion um den Verkauf des größten britischen Wasserdienstleisters Thames Water. Wurde zunächst ein Preis von 7 bis 8 Milliarden EUR gehandelt, scheint zudem seitens eines staatlichen Investmentfonds aus Katar ein Gebot von über 10 Milliarden EUR vorzuliegen. Da die Angebotsfrist noch bis 9. Oktober läuft, könnte sich das Preiskarussell durchaus noch weiter zugunsten von RWE drehen. Dagegen soll American Water, der größte Wasserdienstleister Nordamerikas, über einen Börsengang von RWE abgespalten werden. Schätzungen gehen davon aus, daß dies dem DAX-Konzern weitere 8 Milliarden EUR in die Kassen spülen könnte. Dies wird sich nicht nur positiv auf die Aktionäre in Form einer höheren Dividende auswirken, sondern eröffnet RWE die Möglichkeit seine Schulden zu reduzieren und gleichzeitig das gewinnträchtige Strom- und Gasgeschäft auszubauen (der Übernahme von Scottish Power dürfte damit nichts mehr im Wege stehen). Zudem regen derart prall gefüllte Kassen die Fantasie der Börsianer an. So könnte RWE durchaus ein interessanter Übernahmekandidat sein. Als mögliche Käufer werden Suez oder auch Enel gehandelt.
Bullische Konsolidierung aufgelöst
Auch charttechnisch befindet sich RWE aktuell in einer interessanten Ausgangssituation. Der jüngste Kursanstieg konsolidiert seit mehr als 1 Monat in Form einer Flagge, aus welcher die Aktie vergangene Woche nach oben ausgebrochen ist. Aufgrund des kurz bevorstehende Kaufsignal im MACD sowie des stabilen mittelfristigen Aufwärtstrends könnte RWE nun wieder in Richtung 73,00 EUR marschieren. Konkrete Kaufdetails erhalten Sie im CFD-Brief.
Viel Erfolg wünscht
Ihr
Michael Münch
Chefredakteur CFD-Brief
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