Quelle: www.geldanlage-report.de
*Hohes Handelsvolumen, geringe
Spreads
Kommen wir zum Kauf und Verkauf selbst. Dieser ist kinderleicht (das Kaufen und Verkaufen, nicht das Geld verdienen, meine ich), ein Knopfdruck reicht aus. Sie sehen sofort im Anschluss, ob Sie eine Ausführung erhalten haben oder nicht und Sie sehen sofort, welchen Durchschnittskaufkurs Sie haben und die Gewinn- und Verlustanzeige bei jeder einzelnen Position läuft ebenfalls in Echtzeit mit den Kursen mit.
Bei sehr, sehr vielen Aktien beträgt die Differenz zwischen Brief- und Geldkurs gerade mal einen Cent, ist also vernachlässigbar. Weil gleichzeitig die Handelsgebühren so niedrig sind, ist schnelles hin- und hertraden kaum mit Kosten verbunden.
Ein Großteil der Aktien ist außerdem extrem liquide. Wenn von einem Papier an einem Tag ein paar Millionen Stück gehandelt werden, dann bekommen sie ständig faire Kauf- und Verkaufskurse gestellt, können ständig reagieren. Auch das Setzen von Stopps ist völlig problemlos, weil Sie sich nicht darum sorgen müssen, im Falle des Ausgestopptwerden schlechte Ausführungskurse zu erhalten - wie das häufig in Deutschland der Fall ist.
In Deutschland arbeiten sogar viele Profi-Trader ohne bei Aktien direkt Stopps in den Markt zu legen - es sei denn, es handelt sich um DAX-Werte. Das hat zur Folge, dass sie quasi immer ein Auge auf dem Bildschirm haben müssen, um bei einer Kursbewegung in die falsche Richtung sofort reagieren zu können.
Von den rund 800 in Deutschland gehandelten Werten sind nur ein Bruchteil einigermaßen liquide. Ich habe jüngst in einer Recherche alle deutschen Werte zusammengestellt, die in den letzten 52 Wochen unter dem Strich gestiegen sind. Ich bin immerhin auf 173 Aktien gekommen.+
Das Problem: Von diesen 173 Aktien haben gerade mal 37 Stück ein Handelsvolumen im Umfang von durchschnittlich mindestens 20.000 Euro pro Tag. Überlegen Sie mal: 20.000 Euro sind eigentlich "Nichts"! Bei einer Aktie, die aktuell bei 20 Euro notiert, entspricht das gerade mal 1.000 gehandelten Aktien an einem ganzen Handelstag.
37 Aktien von 173 Aktien - das ist ein prozentualer Anteil von gerade einmal 21 Prozent. Auf die Gesamtzahl an deutschen Aktien hochgerechnet sind das gerade einmal 170 Aktien, die ich Ihnen im Rahmen meiner Premium-Produkte Trend-Trader (http://www.trend-trader.de) und Bracks Millionendepot (http://www.bracks-millionendepot.de) theoretisch überhaupt guten Gewissens empfehlen kann (wobei ein Handelsvolumen von 20.000 Euro eigentlich auch schon zu wenig ist).
*Kaum Aktien mit sauberen Charts
Die Folge: Speziell im aktuellen schwierigen Marktumfeld lassen sich in Deutschland kaum Aktien mit sauberen intakten Aufwärtstrends finden. 52-Wochen-Hochs sind absolute Mangelware.
Am US-Markt sieht das ganz anders aus, wie ich Ihnen nachfolgend am Beispiel meiner derzeitigen Lieblings-US-Trading-Charts zeigen werde.
Abschließend noch zwei Anmerkungen:
Seien Sie vorsichtig mit dem Handel von US-Exchange Trades Funds (ETFs). Diese sind normalerweise nicht in Deutschland zum Handel zugelassen. Es kann hier bei der Steuererklärung ein böses Erwachen in Form von erhobenen Strafsteuern geben, die ein Vielfaches des erzielten Gewinns betragen können. Beschränken Sie sich also auf einzelne Aktien!
Beachten sollten Sie das Währungsrisiko, dem sie beim Handel mit US-Aktien unterliegen. Hier kann es sinnvoll sein, dieses Risiko beispielsweise über entsprechende EUR/USD-Hebelzertifikate abzusichern.
MEIN FAZIT:
- Zu hohe Gebühren, zu hohe
Spreads, zu geringe
Volatilität, zu geringes Handelsvolumen - Day-Trading am deutschen
Markt macht
keinen Spaß!
- Der US-Markt dagegen
bietet eine riesige Auswahl,
geringe Spreads, eine hohe Volatilität und niedrige Gebühren - deswegen
trade
ich aktuell ausschließlich am US-Markt.
- Interactive Brokers
bietet für Trader eine starke Handelsplattform,
sehr niedrige Handelsgebühren, hat aber einen schlechten Kundenservice.
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Viel Erfolg
bei Ihrer Geldanlage wünscht Ihnen
Ihr
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
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