Quelle: www.geldanlage-report.de
Vor dem
Hintergrund der relativen Stärke von Internetwerten bietet es sich
natürlich
an, einen Blick auf den deutschen Marktführer United Internet zu werfen.
Das Unternehmen um Gründer und CEO Ralf Dommermuth gehört nach wie vor zu den erfolgreichsten AGs am deutschen Aktienmarkt. In den letzten fünf Jahren stieg die Aktie um über 125 Prozent.
*Bekannte Marken im Portfolio
Mit fast acht Millionen Kundenverträgen besitzt United Internet eine herausragende Stellung am deutschen Markt. Bekannte Namen wie 1&1, Web.de, GMX, Sedo und jetzt auch der DSL-Zweig von Freenet sind alle unter dem Dach des Konzerns vereint.
Nach dem kometenhaften Anstieg der Aktie bis Anfang 2006 mussten Aktionäre allerdings eine Menge Geduld aufbringen. Zunächst gab es eine langweilige Seitwärtsbewegung bis Ende 2008, wo die Aktie den steigenden Gesamtmarkt klar underperformte. Dann folgte ein zermürbender Abstieg bis auf gut vier Euro.
Seit den Tiefs im Frühjahr 2009 konnte die Aktie jedoch den TecDAX sogar wieder outperformen. Die Sorgen über den harten Konkurrenzkampf im DSL-Geschäft rücken zunehmend in den Hintergrund. Der Verkauf einzelner DSL-Verträge wird immer mehr durch Paketlösungen ersetzt, in deren Rahmen Telefon- und Internetanschlüsse gemeinsam vermarktet werden.
Auch im Bereich der Online-Werbung ist nun wieder eine deutliche Besserung der Lage in Sicht. Im Zusammenhang mit der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen sprach Dommermuth von einem überraschend starken zweiten Quartal - vor allem bei Online-Werbung.
*Hohe Cashflows
Allerdings sollten Anleger berücksichtigen, dass United Internet nicht mehr das stark organisch wachsende Unternehmen früherer Tage ist. Um die Expansion weiter voranzutreiben ist man daher inzwischen vor allem auf Übernahmen angewiesen. Hier bewies Dommermuth in der Vergangenheit jedoch viel taktisches Geschick und konnte so gute Geschäfte zu vernünftigen Preisen zukaufen bzw. weigerte sich überteuerte Preise zu bezahlen.
Ein weiterer Vorteil von United Internet ist, dass das Unternehmen in der Lage ist dauerhaft hohe Cash-Flows zu generieren und damit eine Art Ertragsmaschinerie für die Aktionäre darstellt. Die Bilanz ist blitzsauber. Etwas Wachstumsfantasie bleibt durch den Bereich Online-Werbung weiter erhalten und die letzten Geschäftszahlen konnten voll überzeugen.
Prognoseanhebungen durch Analysten folgten auf dem Fuße. Das Kurspotenzial ist jedoch meiner Ansicht nach auf Sicht von 12 Monaten auf 20 Prozent beschränkt.
MEIN FAZIT:
- Solide und risikoarme
Aktie eines ertragsstarken
Unternehmens
- Hohe Cash-Flow
- Organisches Wachstum begrenzt
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Ihr
Armin Brack
Chefredakteur Geldanlage-Report
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