Wachstum im Fokus



20:07 21.12.09

Isra Vision (WKN 548 810) hat sich auch in der Krise gegen konjunkturelle
Schwankungen gut behauptet. Dank einer breiten Aufstellung und frühzeitig
eingeleiteter Maßnahmen zur Effizienzsteigerung wurde die Profitabilität
gesichert. Charttechnisch befindet sich die günstig bewertete Aktie weiter
im Aufwärtstrend.

Dank der Multisegment-Strategie ist Isra Vision gut durch
Krisengeschäftsjahr gekommen. Die Gesellschaft bietet unterschiedliche
Bildverarbeitungstechnologien für diverse Anwendungen und ist in mehreren
Industriebranchen und Regionen mit verschiedenen wirtschaftlichen Zyklen
tätig. Zudem hat ein konsequentes Kostenmanagement dazu beigetragen, dass
sich der Spezialist für Oberflächeninspektionssysteme positiv von den
teilweise gravierenden Einbrüchen der Branche abheben konnte.

Moderater Rückgang
Der Umsatz fiel im Geschäftsjahr 2008/09 (30. September) um rund 15 Prozent
auf 58,2 Millionen Euro zurück. Bei einer EBIT-Marge von 16 Prozent wurden
operativ 9,3 Millionen Euro verdient (Vorjahr: 12,9 Millionen Euro). Unter
dem Strich steht ein Plus von 6,5 Millionen Euro (7,6 Millionen Euro). Damit
ergibt sich ein Gewinn je Aktie von 1,52 Euro. Im Vorjahr standen mit 1,76
Euro je Aktie rund 13 Prozent mehr in den Büchern.
Cashflow sprudelt
Vor dem Hintergrund des großen Preisdrucks und dem schwierigen Marktumfeld
sind die Zahlen sehr gut ausgefallen. Die gute Gewinnsituation und
nachhaltig verringerte Forderungen haben den operativen Cashflows um über
150 Prozent auf 16,4 Millionen Euro ansteigen lassen. Die Nettoverschuldung
wurde um 15 Prozent auf 22 Millionen Euro reduziert, das Eigenkapital um


sieben Prozent auf 81,2 Millionen Euro gestärkt. Die Eigenkapitalquote
erbesserte sich um sechs Prozentpunkte auf 57 Prozent und bildet eine solide
Basis für künftiges Wachstum.
Ausblick im Februar
Einen konkreten Ausblick blieb Vorstand Enis Ersü wie erwartet schuldig. Der
Cashflow soll weiter gesteigert werden. In den ersten Wochen des kommenden
Jahres werden die Budget-Entscheidungen der Kunden erwartet. Daher kann und
will der Vorstand erst Anfang Februar eine detaillierte Prognose abgeben.
Akquisition noch im ersten Halbjahr
Die langfristige Planung steht dagegen schon jetzt: Mit einer weiteren
Vertriebs- und Innovationsoffensive bereitet Isra die Rückkehr auf den
Wachstumspfad vor. In den kommenden Jahren soll die Umsatzmarke von 100
Millionen Euro überschritten werden. Dazu plant der Vorstand mehr als 20
neue Lösungen bei den Kunden einzuführen. Zudem befindet sich die
Gesellschaft in vielversprechenden Verhandlungen mit mehreren Unternehmen,
so dass eine weitere Akquisition noch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres
2009/10 möglich ist.
Verbesserung der Marge
Mit einem Auftragsbestand von über 30 Millionen Euro und bei abgegebenen
Angeboten an Kunden im Volumen von mehreren hundert Millionen Euro verfügt
Isra über ein solides Polster. Schon ein leichter Umsatzanstieg würde im
laufenden Jahr ausreichen, um bei einer kleinen Verbesserung der Marge das
Nettoergebnis auf 1,65 Euro zu steigern. Das KGV würde auf günstige acht
fallen. Wenn sich die Investitionstätigkeit der wichtigsten Industrien
wieder belebt und die verschobenen Projekte umgesetzt werden, ist mit einem
deutlicheren Anstieg zu rechnen.
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Über den Autor
 
Autor: Michael Schröder Michael Schröder,
Börsenmedien AG

Michael Schröder ist Leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR Online, dem Internet-Auftritt von Deutschlands großem Börsenmagazin DER AKTIONÄR --seit mehr als zwölf Jahren am Markt und seit vielen Jahren Pflichtblatt an allen deutschen Börsen. Mit DER AKTIONÄR Online setzt DER AKTIONÄR sein bewährtes Konzept konsequent im Internet fort: Den Schwerpunkt bilden konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sowie die Kommentierung und Einschätzung aktueller Nachrichten. Das Redaktionsteam verfolgt börsentäglich von 7 bis 22 Uhr die Finanzmärkte, filtert die wichtigsten Informationen heraus und stellt diese dann unter www.deraktionaer.de einfach, klar und kommentiert für seine Leser online.

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