National Semiconductors und Texas Instruments waren eigentlich immer
dicker im Geschäft als die ehemalige Siemens-Tochter Infineon. Dies
spiegelt sich auch seit 2000 im Aktienkurs.
Seit dem Tief im März 2009 bei 0,39 Euro startete die Aktie allerdings
durch und erreichte im September dieses Jahres mit 4,02 Euro ein
Zwischenhoch. Das Unternehmen konnte sich erfolgreich refinanzieren,
zusätzlich wurden massiv Kosteneinsparungen vorgenommen, sodass das
Unternehmen mittlerweile auf einem Berg von Bargeld sitzt.
Bei 3 Mrd. Umsatz ist der geschätzte Barmittelbestand in Höhe von 657
Mio. Euro eine ansehnliche Summe. Für 2010 wird ein Umsatzanstieg
seitens Infineons von mindestens 10% erwartet. Vor allem der Bereich
Automotive werde für diesen Zuwachs sorgen, da Infineon hierfür viele
Speicherchips liefert.
Dieser Prognose kann ich nur beipflichten. Nach meiner Einschätzung
wird der Absatz an Fahrzeugen nach dem Wegfall der Abwrackprämie nicht
zurückgehen. Es gab lediglich aufgrund der Rezession eine Verschiebung
der Neukäufe. Folglich wird die Entwicklung im Automobilsektor relativ
konstant weiter nach oben laufen. Ich fürchte also, im Gegensatz zu
vielen Analysten, keinen Einbruch.
Infineon spricht bereits von einem anziehenden Halbleitergeschäft bei
Chips für Kleinstgeräte wie Handys und bei anderen Spezialanwendungen,
spielt allerdings die Gewinnerwartungen herunter, da es durch den
schwachen US Dollar zu geringeren Gewinnen kommen könnte. Ich erwarte
aber, dass der US Dollar im Laufe des kommenden Jahres sein Tief
erreichen und gegenüber dem Euro wird aufholen können. Dieser positive
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Stephan Heibel, Heibel-Ticker |
Stephan Heibel schrieb 1998 erstmals seinen Börsenbrief und ist heute Herausgeber und Chefredakteur des Heibel-Ticker Börsenbriefes. Als Diplom Volkswirt legt er besonderen Wert auf das Verständnis für die Finanzmärkte. Empfehlungen werden aus der Erklärung der aktuellen Entwicklungen abgeleitet. die kostenfreie Version können Sie hier beziehen: www.heibel-ticker.de
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