Atoss
Software erzielte selbst im Krisenjahr 2009 neue Rekorde bei Umsatz und Gewinn.
Die erst im Herbst angehobene Gewinnprognose wurde deutlich übertroffen. Damit
sollte der ehemalige Online-Musterdepotwert seine Aufwärtsbewegung wieder
aufnehmen und Kurs auf neue Höchststände nehmen.
DER
AKTIONÄR hat bereits mehrfach auf die gute Geschäftsentwicklung bei Atoss
Software hingewiesen. Mit den Zahlen für das abgelaufene Jahr hat der
Spezialist für Personaleinsatzplanung (Workforce Management) seine Stärke
erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Insbesondere das Geschäft im
vierten Quartal erwies sich "als besonders lebhaft".
Zufriedener Vorstand
"Der starke Trend der letzten Jahre belegt, dass
Atoss-Lösungen von den Unternehmen sowohl in einem positiven Konjunkturumfeld
als auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nachgefragt werden", erklärt
Vorstand Christof Leiber gegenüber dem AKTIONÄR. "Das Thema Workforce
Management und die damit verbundenen Möglichkeiten der Optimierung des
Personaleinsatzes bieten Chancen, welche sich aus dem weitgehend ausgeschöpften
Rationalisierungspotenzial in Bereichen wie Einkauf oder Produktion bei weitem
nicht mehr ergeben", so der Firmenlenker weiter.
Starke Zahlen
Das macht sich im Zahlenwerk bemerkbar: Im Gesamtjahr 2009
wurde der Umsatz um acht Prozent auf 29,1 Millionen Euro gesteigert. Das
operative Ergebnis nahm um neun Prozent auf 5,5 Millionen Euro zu. Damit wurde
die am 22. Oktober angehobene Prognose sogar noch übertroffen. Das Ergebnis je
Aktie stieg um 14 Prozent auf 1,00 Euro. Der Cash flow wurde im Vergleich zum
Vorjahr auf 7,6 Millionen Euro verdreifacht (Vorjahr: 2,5 Millionen Euro).
Diese starke Entwicklung führte zu einem Zuwachs der Liquidität um 38 Prozent
auf 19,3 Millionen Euro. Pro Aktie verfügt die Gesellschaft damit über liquide
Mittel von 4,88 Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich zum Bilanzstichtag
aufgrund einer deutlich gestiegenen Bilanzsumme auf 57,2 Prozent (Vorjahr: 64,1
Prozent).
Wettbewerbsvorteile erreicht
Der Geschäftserfolg ist aus Sicht des Vorstands wesentlich
darauf zurück zu führen, dass das Unternehmen mit einem wegweisenden Technologiewechsel
im Jahr 2005 entscheidende Wettbewerbsvorteile erreicht hat. "Im Vorjahr
haben wir die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Rahmen der
Unternehmensstrategie nochmals deutlich erhöht", so Leiber.
Intelligenter Personaleinsatz
Auch für das laufende Jahr ist man im Hause Atoss Software
zuversichtlich gestimmt. Mit einem Auftragsbestand für Softwarelizenzen von 3,3
Millionen Euro ist die Gesellschaft in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der
Vorstand ist überzeugt, dass das Thema Workforce Management weiter an Bedeutung
gewinnen wird, da im Personalbereich bei vielen Unternehmen noch erhebliche
Optimierungspotenziale gehoben werden können. "Intelligenter
Personaleinsatz ist ein entscheidender Wettbewerbsfaktor und damit ein zentral
wichtiges Thema für die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen", so
Leiber.
Höhere Dividende
Für das Jahr 2010 erwartet der Vorstand eine Fortsetzung
der Geschäftsentwicklung auf dem Niveau des Rekordjahres 2009. Die konservative
Prognosepolitik wird beibehalten. Daher gibt es auch keinen konkreten Ausblick
auf 2010. Ende Februar wird der Aufsichtsrat entscheiden, ob die letztjährige
Dividende von 0,44 Euro je Aktie erhöht wird.
Kursziel bleibt 15,00 Euro
Die Aktie dürfte - begleitet von einem anhaltend guten
Newsflow - wieder Kurs auf die alten Höchststände nehmen. DER AKTIONÄR hält
daher an seinem Fazit fest: Vor dem Hintergrund der soliden Wachstumsraten ist
die Aktie mit einem 2010er-KGV von 12 günstig bewertet. Das nächste Kursziel
für den ehemaligen Online-Musterdepotwert,
der in dieser Woche unglücklich ausgestoppt wurde, liegt unverändert bei 15
Euro.
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Michael Schröder, Börsenmedien AG |
Michael Schröder ist Leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR Online, dem Internet-Auftritt von Deutschlands großem Börsenmagazin DER AKTIONÄR --seit mehr als zwölf Jahren am Markt und seit vielen Jahren Pflichtblatt an allen deutschen Börsen. Mit DER AKTIONÄR Online setzt DER AKTIONÄR sein bewährtes Konzept konsequent im Internet fort: Den Schwerpunkt bilden konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sowie die Kommentierung und Einschätzung aktueller Nachrichten. Das Redaktionsteam verfolgt börsentäglich von 7 bis 22 Uhr die Finanzmärkte, filtert die wichtigsten Informationen heraus und stellt diese dann unter www.deraktionaer.de einfach, klar und kommentiert für seine Leser online.
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