Deutsche Bank mit Milliardengewinn



12:51 04.02.10

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04. Februar 2010 Trends am Vormittag

DAX leicht unter Druck

Deutsche Bank mit Milliardengewinn

Der DAX am Vormittag den Vorgaben aus New York und Tokio und fiel zunächst um 0,6 Prozent auf 5.635 Punkte. Insgesamt trübte sich die Stimmung am Markt etwas ein. Viele Börsianer fürchten wohl, dass die Konjunkturerholung auch wegen der anhaltenden Probleme in Griechenland ins Stocken geraten könnte.

Die Privatanleger an der Euwax spekulieren dennoch auf kurzfristig steigende Kurse des DAX. Der Euwax Sentiment Index notierte zeitweise bei plus 67,8 Punkten. Dies zeigt, dass am Vormittag überwiegend Call-Optionsscheine und Long-Zertifikate auf den DAX gesucht waren.



Die Deutsche Bank erzielte im Jahr 2009 einen Gewinn von fünf Milliarden Euro und hat damit augenscheinlich die Finanzkrise überraschend schnell überstanden. Hauptgrund für die Erholung von den Rekordverlusten im Jahr 2008 war die enorme Flut von Anleihen krisengeschüttelter Staaten und Unternehmen. Davon profitierte vor allem das Investment-Banking des größten deutschen Finanzinstitutes. Allerdings ließen die Handelsaktivitäten im November und Dezember spürbar nach. Trotzdem verbuchte die Deutsche Bank im vierten Quartal 2009, dank Steuergutschriften, einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro. Analysten hatten hier mit 770 Millionen Euro gerechnet. Zur Erinnerung: Ein Jahr zuvor musste für den gleichen Zeitraum noch ein Verlust von 4,8 Milliarden Euro hingenommen werden. Der Aktienkurs zeigte sich unter Schwankungen allerdings nahezu unverändert im Bereich von 45,80 Euro. Möglicherweise hatten sich einige Aktionäre eine stärkere Anhebung der Dividende versprochen. Wie Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann sagte, soll der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2009 eine Dividende von 75 Cent je Aktie vorgeschlagen werden. Im Vorjahr wurden 0,50 Cent je Aktie ausgeschüttet. An der Euwax kam es zu unterschiedlichen Reaktionen. Einige Anleger trennten sich von Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten, andere kauften diese Produkte jetzt erst recht.

Der Euro gab vor der für heute, um 13:45 Uhr, erwarteten Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) leicht nach und notierte am Vormittag bei 1,3855 US-Dollar. Einige Derivateanleger kauften Knock-out-Calls auf den Euro mit einem Finanzierungslevel und einer gleichzeitigen K.O.-Schwelle von 1,38 US-Dollar. Volkswirte erwarten für heute noch keine Anhebung des Leitzinses. Allerdings warten die Marktteilnehmer traditionell mit Spannung auf die Begleitkommentare von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet.





 

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Über den Autor
 
Autor: Cornelia Frey Cornelia Frey,
Börse Stuttgart AG

Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co. Die Beiträge stellen keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten da. Unter dem Link https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/register können Sie Ihre E-Mail Adresse für den Versand der Marktberichte registrieren lassen. Die Berichte werden dann automatisch per E-Mail an Sie versandt.

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