Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Anlageberater
Anlegerschutz und Produkttransparenz sowie die Qualität der Anlageberatung stehen ganz oben auf der politischen Agenda in Berlin. Was viele Menschen erstaunen mag, ist die Tatsache, dass sich Politik und Emittenten über diese Ziele völlig einig sind. Bestenfalls über den Weg dorthin gibt es unterschiedliche Auffassungen. Während sich die einen nur auf Gesetze und Verordnungen verlassen, setzen die Emittenten konsequent auf Selbstregulierung. Das hat unter anderem den großen Vorteil, dass es deutlich schneller geht. Jüngstes Beispiel ist der vom Bundesministerium für Ernährung. Landwirtschaft und Verbraucherschutz geforderte Beipackzettel für Anlageprodukte. Ganz sicher gibt es keinen Dissens darüber, dass Informationen zu verschiedenen Finanzprodukten für Anleger klar und verständlich und natürlich auch leicht vergleichbar sein sollten. Nur bei der Umsetzung wird deutlich: Hier steckt der Teufel im Detail. Und das beginnt mit der grundsätzlichen Frage, was von einem mündigen Anleger an Kenntnisstand erwartet werden kann. Der Bundesverband deutscher Banken hat nun in Abstimmung mit dem Deutschen Derivate Verband einen Beipackzettel für Finanzprodukte vorgestellt. Dieser soll künftig - ähnlich wie bei Medikamenten - über die Vorteile, aber auch über Risiken und „Nebenwirkungen“ sämtlicher Produkte aufklären. Eine vernünftige Idee. Am Beispiel eines Discount-Zertifikats werden Chancen und Risiken eingehend erläutert. Für die breite Streuung der Finanzanlagen eignen sich bekanntlich Zertifikate in besonderer Weise. Denn mit Zertifikaten können Anleger nicht nur in Aktien, sondern auch in Rohstoffe, Indizes, Branchen oder Regionen investieren. Dies war früher so einfach und so kostengünstig nur institutionellen Investoren möglich. Eines allerdings kann den Anlegern auch kein Beipackpackzettel dieser Welt ersparen, nämlich, dass es für jedermann völlig selbstverständlich sein muss, sich mit seinem Geld und seiner Altersvorsorge deutlich intensiver auseinanderzusetzen als bei der Auswahl eines neuen Fernsehers. Nahezu jede Finanzanlage ist im Kern durchaus erklärungsbedürftig. Das trifft auf Bausparverträge genauso zu wie auf Zertifikate oder Versicherungen. In jedem Fall gilt der oberste Grundsatz der Finanzanlage: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Anlageberater.
=> Diese Kolumne ins Forum einfügen und diskutieren <=
|
Lars Brandau, Deutscher Derivate Verband |
Der DDV ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten derivativer Wertpapiere in Deutschland. Die Mitglieder repräsentieren 90% des Gesamtmarktes. Der DDV fördert den Derivatemarkt und somit die Akzeptanz von Zertifikaten, Aktienanleihen und Optionsscheinen. Zu den Zielen des DDV zählen außerdem der Schutz der Anleger und die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
EUR/JPY - Die ... Robert Schröder, Elliott-Waves.com (18:19) |
|
|
Aktienmärkte ... IG Markets, (17:43) |
|
|
Wochenausblick Euro-... Markus Fugmann, actior AG (17:10) |
|
|
Cuervo Resources weist ... Björn Junker, GOLDINVEST.de (16:10) |
|
|
Deutsche Bank einigt ... Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG (15:58) |
|
|
First Berlin - ... First Berlin Equity Re., (14:57) |
|
|
Union Pacific - ... Heiko Geiger, Bank Vontobel Europe. (14:45) |
|
|
BUND Future - Kleiner ... H. Weygand, Godmode-Trader (14:03) |
|
|
Griechenland gerettet - ... Klaus Singer, TimePatternAnalysis (13:59) |
|
|
DAX-Analyse: Hoffnung ... Joachim Goldberg, WGZ Cognitrend TV (13:30) |
|
|
DAX in Seitwärtsbewegung Thomas Heydrich, Systemstrading.de (13:08) |
|
|
Wochenausblick: Bullen ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (12:37) |
|