DAX® (1h) - Entscheidender Vorstoß steht noch aus



08:26 10.03.10

Entscheidender Vorstoß steht noch aus
Auch gestern war der Angriff des DAX® auf den Widerstand in Form des Oktoberhochs bei 5.888 Punkten auf Schlusskursbasis nicht von Erfolg gekrönt. Zwar gelang bei einem freundlichen Tagesverlauf kurz vor Handelsschluss der Sprung auf ein neues Verlaufshoch (Tageshoch: 5.900 Punkte), das Niveau konnte dann aber knapp nicht verteidigt werden. Damit bleibt es bei der Aussage, dass nur ein zügiges Überwinden des angeführten Oktoberhochs die Basis für einen Test der psychologischen Marke von 6.000 Punkten ermöglicht. Das rechnerische Kursziel der kurzfristigen Bodenbildung (rund 6.040 Punkte) würde das Aktienbarometer sogar in den Dunstkreis des bisherigen Jahreshochs bei 6.094 Punkten bringen. Aufgrund der negativen Divergenzen der Stundenindikatoren (z. B. MACD und RSI) wird das Zeitfenster für den nächsten Impulsgeber beim DAX® aber zunehmend kleiner. Auf der Unterseite sollte weiterhin ein Rebreak der Haltezone aus den Hochs von Ende 2009 bei rund 5.850 Punkten und einem Fibonacci-Level (5.842 Punkte) unbedingt verhindert werden. Ansonsten droht eine Ausdehnung der Konsolidierung, die bis zum Hoch vom 22. Januar bei 5.744 Punkten reichen kann.

DAX® (1h)
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Läuft schon wieder gen Norden
Der Euro-BUND-Future hat den Kontraktwechsel zum Wochenanfang gut verkraftet und befindet sich weiter im Aufwärtsmodus. So gelang im Juni-Kontrakt gestern eine positive Tagesperformance, so dass die wichtigen Unterstützungen in Form der 200-Tages-Linie (akt. bei 121,89) und des Aufwärtstrends seit September 2009 (akt. bei 121,51) nicht in Gefahr gerieten. Vielmehr strebt das Rentenbarometer danach, die alte Widerstandszone aus den beiden Verlaufshochs vom Herbst des vergangenen Jahres bei 123,04/12 wieder ins Visier zu nehmen (Tageshoch: 123,02). Sollte der Sprung gelingen, lässt sich auf dem Weg zur oberen Gapkante des Kontraktwechselgaps bei 123,96 eigentlich nur noch die Kombination der Hochs vom Dezember 2009 bei 123,66/72 als Hürde ausmachen. Viel wichtiger wäre in diesem Zusammenhang aber die Tatsache, dass die Schiebezone im Chart der 10-jährigen Rendite zwischen 3,44 % und 3,09 % bei einem nachhaltigen Überwinden der o. g. Hochs bei 123,04/12 nach unten aufgelöst würde. Dies ließe dann auf einen weitergehenden Renditerutsch schließen. Die technischen Indikatoren schaffen mit frischen Kaufsignalen die Basis für einen Anlauf auf die genannte Bastion. Wir rechnen daher erneut mit einem freundlichen Handelstag.

Bund-Future (1h)
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Erfolgreicher Pullback
Einen Blick wert ist derzeit die Alcatel-Aktie: Seit dem zyklischen Hoch von Mitte Oktober 2009 bei 3,39 EUR hatte der Technologietitel zuletzt bis auf die alten Ausbruchsmarken zwischen 2,16 EUR und 1,98 EUR korrigiert. Der Sprung über dieses Niveau sorgte im vergangenen Jahr für den Abschluss einer immer noch gültigen unteren Umkehr. Übergeordnet kann die Korrektur der letzten Monate damit als erfolgreicher Pullback an die o. g. Marken interpretiert werden. Diese Sichtweise wird durch das Verlaufsmuster der Konsolidierung bestätigt, das die Züge einer trendbestätigenden Flagge trägt (siehe Chart). Mit dem jüngst erfolgten Sprung über die obere Flaggenbegrenzung (akt. bei 2,42 EUR) dürfte das Papier wieder Fahrt nach Norden aufnehmen. Gelingt der Sprung über die Hochpunkte bei rund 2,70 EUR, stellt das o. g. Hoch bei 3,39 EUR die nächste markante Anlaufmarke dar. Zusammen mit der 61,8%-Korrektur des Baisseimpulses von Mai 2008 bis März 2009 (3,41 EUR) entsteht hier ein bedeutendes Widerstandscluster. Rückenwind kommt von Seiten der Gleitenden Durchschnitte: Neben dem positiven Schnittmuster zwischen 90- und 38-Wochen-Linie (akt. bei 2,29/41 EUR) ist die Rückeroberung der kürzeren der beiden Wochen-Glättungen hervorzuheben.

Alcatel S.A. (weekly)
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Über den Autor
 
Autor: Jörg Scherer Jörg Scherer,
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