Wer die Dividende nicht ehrt, ist der Aktie nicht wert. So ließe sich ein bekanntes Sprichwort auf Dividendentitel übertragen. Der Spruch gilt vor allem für europäische Aktien. Bei den 600 Papieren, die im Stoxx 600 gebündelt sind, stammte bei einer Anlage von 60 000 Mark oder 30 000 Euro in den vergangenen 20 Jahren mehr als die Hälfte der angesammelten Summe aus den Dividendenzahlungen. Auch beim S&P Global kommt immerhin noch etwa ein Drittel des Gesamtbetrages aus den Ausschüttungen. Ähnlich sieht es bei den deutschen Indices DAX und MDAX aus. Wer also langfristig in Aktien investieren will, sollte als ein wichtiges Entscheidungskriterium immer auch die Dividende berücksichtigen. BÖRSE ONLINE hat die wichtigsten internationalen Aktienindices analysiert und die Unternehmen herausgefiltert, die in den vergangenen zehn Jahren stets die Aktionäre mit Dividenden beglückten, zugleich aber nur soviel ausschütteten, dass die Weiterentwicklung des Unternehmens ungefährdet blieb. Nach dieser Methode gehören beispielsweise die spanische Telefonica, die deutsche Eon und die französische CNP Assurances zu den stärksten Dividendenzahlern. Wir stellen weitere 17 attraktive ausschüttende Unternehmen vor.
Für japanische Unternehmen sprechen derzeit weniger die Ausschüttungen, sondern mehr die engen Geschäftsbeziehungen zu China. Rund 52 Prozent der japanischen Exporte bleiben inzwischen im asiatischen Raum, etwas ein Drittel davon geht nach China. Wenn die dortige Wirtschaft sich weiter so gut erholt wie in den vergangenen Monaten, werden davon auch japanische Exporteure profitieren. Und das könnte dem Nikkei insgesamt Schwung bringen. Denn in den Portfolien der internationalen Großinvestoren spielen japanische Aktien derzeit nur eine untergeordnete Rolle. Sollte der Nikkei anspringen, dann müssten die Profianleger schnell überproportional viele Dividendentitel in Tokio erwerben, um bei der Performance nicht abgehängt zu werden. Der Herdentrieb könnte sich damit ausnahmsweise einmal positiv auswirken.
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Stefanie Burgmaier, BÖRSE ONLINE |
Stefanie Burgmaier ist Chefredakteurin des Anlegermagazins Börse Online. In dieser Funktion ist die gelernte Bank- und studierte Diplom-Kauffrau auch für den Internetauftritt www.boerse-online.de und das Anlegerschutzportal www.graumarktinfo.de verantwortlich. Das Magazin, das sich mit Aktien, Zertifikaten, Fonds, Anleihen und Privaten Finanzen beschäftigt, erscheint jeden Donnerstag. Neukunden erhalten ein vierwöchiges Probeabonnement zum Vorzugspreis.
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