Eine außergewöhnlich starke Entwicklung legten die nationalen und internationalen Märkte in den letzten Tagen aufs Parkett. Die Gründe hierfür werden händeringend gesucht. Als Lieblingserklärung wird die vorerst geschlichtete Griechenlandproblematik immer wieder aufgeführt. Des Weiteren lockt die Dividendensaison, zudem klopft der Frühling so langsam an die Tür. Die Presse ist durchweg bullisch, Kurse werden momentan einfach mal gerne hochgeschrieben. Dieses führt mehr und mehr zu Shorteindeckungen an den Märkten. Kurzum: Viele psychologische Tricks für kurzfristig steigende Kurse!
Unter Kollegen wird der Markt momentan nur noch als verhext bezeichnet. Irgendetwas stimmt nicht, darüber sind wir uns einig. Offene Kurslücken im deutschen Aktienindex bei rund 5600 Punkte werden ignoriert, kurzfristige Kursrückschläge sofort aufgekauft. Eine mögliche Erklärung für die Outperformance der letzten Tage liegt eventuell am kommenden großen Verfall in der nächsten Woche. Zielmarken von 6000 und 6090 Punkten werden immer wieder genannt. Ist das der Grund der temporären Stärke oder nimmt der Markt nur ein positives Ereignis vorweg welches bislang noch nicht bekannt ist? Die Antwort hierauf werden wir wohl schon sehr bald erhalten. Meiner Meinung nach sehen wir hier gerade ein großes Kunstprodukt, welches alsbald in sich zusammensacken wird!
Das große W im deutschen Aktienindex?
Aus klassischer Chartbetrachtung liegt das nächste Kursziel bei 6059/6094 Punkten. Dieses ist hinlänglich bekannt und wird vermutlich noch abgearbeitet. Sollte der große Verfall in der nächsten Woche Schuld für diesen bullischen Markt sein, ergibt sich aber noch eine andere Sichtweise. Als psychologische Marke favorisiere ich für den Verfall die 6000 Punkte. Jetzt kommt das W ins Spiel! Eine klare W-Formation ergibt sich selten, ist jedoch beim Eintritt recht genau. Worauf will ich hinaus? Blicken Sie dazu auf die Charts des deutschen Aktienindex seit Beginn des Jahres:
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Boris Schulze, Trendspekulant |
Boris Schulze ist Chefredakteur des Börsenbriefes Trendspekulant
INSIDE (www.trendspekulant.de ). Neben
einem erfolgreich abgeschlossenem Studium im Bereich der
Medienwirtschaft beschäftigt sich Boris seit fast zehn Jahren tagtäglich
mit dem Thema Börse. Frühere Praktika beim Fernsehsender N-tv & Sat.1
sowie bei einigen anderen Börsenmedien unterstreichen das, was er heute
mit Leidenschaft macht: Traden mit Herz und Seele. Boris hat sich auf
die charttechnische Analyse von Aktien spezialisiert.
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