15. März 2010 Trends am Nachmittag
Kurse an der Wall Street geben zum Auftakt nach
Konjunkturdaten im Rahmen der Erwartungen
Der Beginn dieser neuen Handelswoche verlief vergleichsweise ruhig
und unspektakulär. Der DAX
notierte kurz nach Eröffnung der US-Börsen bei 5.932 Punkten mit 0,2
Prozent im Minus. Zuvor pendelte er den ganzen Tag über in einer sehr
kleinen Spanne zwischen 5.929 und 5.953 Zählern.
Unterdessen lag der Dow-Jones-Index bei 10.605 Punkten mit ebenfalls
mit 0,2 Prozent hinten. Börsianer befürchten, dass die Geldpolitik in
China demnächst wegen der höher als erwartet festgestellten
Inflationsrate angezogen werde. Dadurch könnte der Motor der weltweiten
Konjunkturerholung möglicherweise ins stocken geraten.
Die Konjunkturdaten aus den USA lagen im Rahmen der Erwartungen. Der Konjunkturindex der Notenbank von New York für das verarbeitende Gewerbe („Empire-State-Index“) liegt im März bei 22,86 Punkten. Analysten hatten hier mit 22,0 Punkten gerechnet. Die Industrieproduktion legte im Februar um 0,1 Prozent zu. Die Kapazitätsauslastung der US-Industrie wurde im Februar mit 72,7 Prozent gemessen.
Während viele Börsianer im Laufe der Woche mit einem Angriff auf die 6.000er Marke beim DAX rechnen, setzten Derivateanleger am heutigen Nachmittag tendenziell eher auf kurzfristig nachgebende Kurse. Der Euwax Sentiment Index notierte am Nachmittag bei minus 20 Punkten.
Ein Zeitungsinterview mit dem Finanzchef der Deutschen Bank, Stefan Krause, sorgte heute für lebhafte Diskussionen. Demnach werde das Eigenkapitalpolster des größten deutschen Kreditinstitutes durch die Übernahme von Sal. Oppenheim und ABN-Amro-Filialen sowie wegen der zu erwartenden Kapitalvorschriften weitgehend aufgezehrt. Bei der anstehenden Übernahme weiterer Anteile an der Postbank könne die Deutsche Bank den Aussagen Krauses zufolge nicht auf die aktuellen Kernkapitalreserven zurückgreifen. Die Aktie verlor daraufhin am Morgen 3,8 Prozent an Wert und notierte im Tief bei 50,88 Euro. Im weiteren Verlauf schrumpften die Verluste aber wieder zusammen. Am Nachmittag drehte die Aktie sogar um 0,2 Prozent auf 52,98 Euro ins Plus. An der Euwax kam es im Zuge der Kursverluste am Morgen zur Ausführung einiger Stop-loss-Orders bei Call-Optionsscheinen. Später waren diese Produkte aber wieder vermehrt gesucht.
Gefragt waren aber vor allem Call-Optionsscheine auf K+S. Die Aktie notierte ohne neue Nachricht am Nachmittag bei 45,45 Euro mit zwei Prozent im Minus. Händler begründeten die Abschläge mit Gewinnmitnahmen am Aktienmarkt.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
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