Vor allem zwei Einflussfaktoren waren es, die den Euro gegenüber dem Dollar zuletzt massiv unter Druck brachten: zum einen das griechische Schuldendebakel und zum anderen Zinsspekulationen zugunsten des US-Dollars. Vor einer Griechenlandpleite haben offenbar immer weniger Anleger Angst und auch die Erwartung bald steigender Zinsen in den USA hat sich wieder abgeschwächt. Die Folge: Der Euro erobert verlorenes Terrain zurück.
Griechenlandkrise
wird intern gelöst
Das vielleicht
wichtigste Signal an die Märkte kam zuletzt von den EU-Granden. Die
Haushaltsprobleme Griechenlands werden innerhalb der EU gelöst,
beispielsweise
durch einen europäischen Währungsfonds nach Vorbild des IWF. Damit wäre
auch
die Gefahr, dass andere Länder ebenfalls in eine Schuldenkrise
abrutschen,
gebannt. Freilich bedeutet das nicht, dass Griechenland kein
potenzieller
Gefahrenherd für den Euro mehr wäre. Allerdings ist bereits eine
Risikoprämie
im Wechselkurs eingepreist, die nun sukzessive wieder abgebaut werden
könnte –
mit Euro unterstützenden Folgen. Das Abwärtsrisiko für den Euro scheint
daher
limitiert.
Risikoappetit
der Anleger steigt
wieder
Zwar gehen
viele davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen eher und stärker
anheben
wird, als die EZB. Da auch die Risikobereitschaft der Anleger wieder
steigt,
könnte EUR/USD jedoch trotzdem steigen, wie das auch zuletzt 2003/2004
der Fall
war. Zudem gibt es auch in den USA große Defizite im Bundeshaushalt und
bei den
Bundesstaaten. Die Ratingagentur Moody´s droht bereits mit einer
Herabstufung
von US-Schuldtiteln auf AA – eine noch vor kurzem undenkbare Situation,
die
US-Finanzminister Geithner erst im Februar noch mit dem Satz „Das wird
diesem
Land niemals passieren“ abkanzeln wollte. Zwar könnte Geithner immer
noch Recht
behalten, darauf wetten möchte ich aber nicht.
EUR/USD
wieder im Aufwärtstrend
Der Absturz
von EUR/USD, der seit Anfang Dezember 2009 zu beobachten war, ist
enorm. Die
Korrektur drückte den Kurs von über 1,50 USD bis an die Unterstützung
bei 1,35
USD nach unten. Bei längerfristiger Betrachtung relativiert sich diese
Kursbewegung jedoch, denn der langfristige Aufwärtstrend bei EUR/USD –
oder in
anderen Worten die Abwertung des US-Dollars – ist weiterhin intakt.
Frühere
Korrekturbewegungen hatten meist deutlich heftigere Ausschläge und
dauerten
wesentlich länger, so z. B. zwischen 1980 und 1985 (von 1,14 USD auf
0,56 USD)
oder von 1995 bis 2000 (von 1,42 USD auf 0,82 USD). Dieses Mal sieht es
jedoch
nicht danach aus, als stehe der Dollar vor einer neuen fünfjährigen
Blüte.
Fazit:
Das Pendel
am Devisenmarkt könnte nun wieder in die andere Richtung ausschlagen.
Das
kurzfristig größte Risiko dürfte ein Scheitern der EU-Bemühungen zur
Unterstützung Griechenlands sein, was jedoch eine sehr
unwahrscheinliche
Alternative darstellt. Im DaxVestor sagen wir Ihnen, wie Sie am besten
von
einem Comeback des Euros profitieren.
Lesen Sie darüber hinaus
im aktuellen
DaxVestor:
- DAX: Neuer
Angriff auf die 6.000er Marke
- Siemens-Aktie
vor charttechnischem Ausbruch
Erfolgreiche
Investments wünscht
Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur
DaxVestor
http://www.dax-vestor.de
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S. Böhm, DaxVestor |
Der DaxVestor ist Deutschlands großer DAX-Börsenbrief und legt seinen Fokus auf Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate. Es wird eine reines DAX-Musterdepot geführt, welches von Stefan Böhm gemanaged wird. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Aktien und Derivate. Mehr Informationen über das vielfältige Leistungsangebot und weitere Zusatzleistungen erhalten Sie unter www.dax-vestor.de.
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