Steht der Euro vor einem Comeback?



07:43 17.03.10

Vor allem zwei Einflussfaktoren waren es, die den Euro gegenüber dem Dollar zuletzt massiv unter Druck brachten: zum einen das griechische Schuldendebakel und zum anderen Zinsspekulationen zugunsten des US-Dollars. Vor einer Griechenlandpleite haben offenbar immer weniger Anleger Angst und auch die Erwartung bald steigender Zinsen in den USA hat sich wieder abgeschwächt. Die Folge: Der Euro erobert verlorenes Terrain zurück.

Griechenlandkrise wird intern gelöst
Das vielleicht wichtigste Signal an die Märkte kam zuletzt von den EU-Granden. Die Haushaltsprobleme Griechenlands werden innerhalb der EU gelöst, beispielsweise durch einen europäischen Währungsfonds nach Vorbild des IWF. Damit wäre auch die Gefahr, dass andere Länder ebenfalls in eine Schuldenkrise abrutschen, gebannt. Freilich bedeutet das nicht, dass Griechenland kein potenzieller Gefahrenherd für den Euro mehr wäre. Allerdings ist bereits eine Risikoprämie im Wechselkurs eingepreist, die nun sukzessive wieder abgebaut werden könnte – mit Euro unterstützenden Folgen. Das Abwärtsrisiko für den Euro scheint daher limitiert.

Risikoappetit der Anleger steigt wieder
Zwar gehen viele davon aus, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen eher und stärker anheben wird, als die EZB. Da auch die Risikobereitschaft der Anleger wieder steigt, könnte EUR/USD jedoch trotzdem steigen, wie das auch zuletzt 2003/2004 der Fall war. Zudem gibt es auch in den USA große Defizite im Bundeshaushalt und bei den Bundesstaaten. Die Ratingagentur Moody´s droht bereits mit einer Herabstufung von US-Schuldtiteln auf AA – eine noch vor kurzem undenkbare Situation, die US-Finanzminister Geithner erst im Februar noch mit dem Satz „Das wird diesem Land niemals passieren“ abkanzeln wollte. Zwar könnte Geithner immer noch Recht behalten, darauf wetten möchte ich aber nicht.

EUR/USD wieder im Aufwärtstrend
Der Absturz von EUR/USD, der seit Anfang Dezember 2009 zu beobachten war, ist enorm. Die Korrektur drückte den Kurs von über 1,50 USD bis an die Unterstützung bei 1,35 USD nach unten. Bei längerfristiger Betrachtung relativiert sich diese Kursbewegung jedoch, denn der langfristige Auf­wärtstrend bei EUR/USD – oder in anderen Worten die Abwertung des US-Dollars – ist weiterhin intakt. Frühere Korrekturbewegungen hatten meist deutlich heftigere Ausschläge und dauerten wesentlich länger, so z. B. zwischen 1980 und 1985 (von 1,14 USD auf 0,56 USD) oder von 1995 bis 2000 (von 1,42 USD auf 0,82 USD). Dieses Mal sieht es jedoch nicht danach aus, als stehe der Dollar vor einer neuen fünfjährigen Blüte.

Fazit:
Das Pendel am Devisenmarkt könnte nun wieder in die andere Richtung ausschlagen. Das kurzfristig größte Risiko dürfte ein Scheitern der EU-Bemühungen zur Unterstützung Griechenlands sein, was jedoch eine sehr unwahrscheinliche Alternative darstellt. Im DaxVestor sagen wir Ihnen, wie Sie am besten von einem Comeback des Euros profitieren.

 
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Erfolgreiche Investments wünscht

Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur DaxVestor
http://www.dax-vestor.de



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Über den Autor
 
Autor: S. Böhm S. Böhm,
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Der DaxVestor ist Deutschlands großer DAX-Börsenbrief und legt seinen Fokus auf Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate. Es wird eine reines DAX-Musterdepot geführt, welches von Stefan Böhm gemanaged wird. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Aktien und Derivate. Mehr Informationen über das vielfältige Leistungsangebot und weitere Zusatzleistungen erhalten Sie unter www.dax-vestor.de.

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