18. März 2010 Trends am Vormittag
DAX zeigt relative Stärke
Derivateanleger aber weiter skeptisch
Obwohl die asiatischen Börsen heute nach unten tendierten, konnte sich der DAX am Vormittag relativ stabil über der Marke von 6.000 Punkten behaupten. Das deutsche Börsenbarometer pendelte bei 6.020 Punkten im Bereich der Schlussnotierung von gestern.
Die Mehrheit der kurzfristig orientierten Derivateanleger glaubt aber offensichtlich noch immer nicht an eine nachhaltige Überwindung der 6.000-Punkte-Marke. Erneut wurden mehr Put-Optionsscheine und Short-Zertifikate gekauft. Der Euwax Sentiment Index notiert derzeit im Bereich von minus 20 Punkten. Die Umsätze waren allerdings vergleichsweise niedrig.
Heute
Nachmittag könnte durch eine Reihe von US-Konjunkturdaten Bewegung in
die Märkte kommen. So stehen die wöchentlichen Daten zu den
Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe auf dem Programm. Außerdem erwarten
die Börsianer die für die weitere Geldpolitik der US-Notenbank
wichtigen Verbraucherpreise für den Monat Februar. Darüber hinaus
blicken die Marktteilnehmer gespannt auf den Konjunkturindex der
Notenbank von Philadelphia und den Index der Frühindikatoren.
Der US-Sportartikelhersteller Nike überraschte am gestrigen Abend mit
einem unerwartet hohen Gewinn. Das beflügelte auch die Stimmung für die
deutschen Konkurrenten Adidas und Puma. Die Adidas-Aktie verzeichnete
einen Aufschlag von 3,1 Prozent auf 38,57 Euro. Die Puma-Aktie notierte
am Vormittag bei 228,20 Euro mit 0,2 Prozent im Plus. Viele
Derivateanleger halten aktuell vor allem Call-Optionsscheine auf Adidas.
Spekulationen um ein mögliches Hilfegesuch Griechenlands beim Internationalen Währungsfonds (IWF) belasteten am Vormittag den Euro. Der Kurs fiel bis in den Bereich von 1,3650 US-Dollar. Am Montag hatte die Gemeinschaftswährung noch Auftrieb erhalten, nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor’s (S&P) ihre aktuelle Bewertung für Griechenland bestätigt hatte. Derivateanleger setzten da aber antizyklisch auf kurzfristig fallende Kurse und nehmen heute bereist ihre Gewinne mit. Einige mutige Investoren greifen aktuell sogar schon wieder zu Long-Zertifikaten.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
Die Beiträge stellen keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten da. Unter dem Link https://www.boerse-stuttgart.de/rd/de/register können Sie Ihre E-Mail Adresse für den Versand der Marktberichte registrieren lassen. Die Berichte werden dann automatisch per E-Mail an Sie versandt.
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