Die Rendite unseres Ersparten wird bestimmt durch strategische
Entscheidungen, wie Gewichtung von Aktien und Anleihen, und eher weniger
durch die Auswahl der vermeintlich besten Aktien und Branchen. Sobald
der Crash kommt, nützt die beste Aktien-Auswahl nichts. Denn 99 % der
Aktien fallen. Hingegen kann alleine die Diversifikation in verschiedene
Anlage-Klassen schützen. Oder auch eine Absicherung durch Derivate
(Link unten).
Hedge-Fonds bieten die strategische Chance, das
Rendite-Risiko-Verhältnis eines Depots weiter entscheidend zu
verbessern. Denn Hedge-Fonds sind Kapitalanlagen, deren Renditen
potentiell unabhängig sind von den Renditen von Aktien und Anleihen.
Damit vermindern Sie als eigene Anlage-Klasse die Wertschwankungen eines
jeden Depots.
Aber was sind Hedge-Fonds?
Hedge-Fonds gibt es als offene
oder geschlossene und als börsennotierte Fonds (= Sondervermögen) und in
Form von Zertifikaten (= besondere Anleihen).
Was machen
Hedge-Fonds?
Hedge-Fonds haben sehr unterschiedliche Anlage-Strategien, die auf de.wikipedia.org in
den Artikeln "Hedge-Fonds-Strategien" und "Managed Futures" erklärt
werden.
Beispiel für Anlage-Strategie "Arbitrage"
Es werden
Bewertungsunterschiede ausgenutzt: Hat die gleiche Aktie an
verschiedenen Börsen unterschiedliche Kurse, dann wird ein darauf
spezialisierter Hedge-Fonds die Aktie zum billigeren Kurs kaufen und zum
teureren Kurs verkaufen. Ähnlich verhält es sich bei
Bewertungsunterschieden zwischen Stamm- und Vorzugsaktien,
Wandelanleihen und Aktien, Renditeniveaus unterschiedlicher Anleihen,
wobei hier das teurere Wertpapier mittels einer Wertpapierleihe erst
erworben werden muss, um es zu verkaufen. Verschwinden die
Bewertungsanomalien, werden die Transaktionen rückgängig gemacht und der
Hedge-Fonds erzielt einen Gewinn. Um den Gewinn auf das Eigenkapital zu
erhöhen, leihen sich manche Hedge-Fonds zusätzlich Geld. So ergibt sich
ein Hebeleffekt.
Nachteile von Hedge-Fonds
- Wenn die erhoffte
Kursentwicklung ausbleibt, generieren sie von sich heraus keinen Ertrag,
im Gegensatz zu Dividenden bei Aktien und Zinsen bei Anleihen und
Bankeinlagen.
- Je nach verfolgter Strategie beinhalten Hedge-Fonds eine mehr oder
minder ausgeprägte aktive Management-Komponente. Insofern muss dem
Fonds-Manager vertraut werden, dass gerade er die Entwicklung richtig
einschätzen wird. In einem anderen Beitrag zeigen wir, dass aktive
Strategien/Fonds meist unterdurchschnittlich abschneiden (siehe Link
unten).
- Die Hedge-Fonds-Kosten sind mit z.B. 2 % p.a. des verwalteten
Vermögens sehr hoch. Wir würden wegen der besseren Diversifikation sogar
Dach-Hedge-Fonds bevorzugen, was weitere Kosten verursacht. Hinzu kommt
z.B. eine Erfolgsgebühr von 20 % der erzielten Rendite. Unsere
bisherigen ETFs im Muster-Depot kosten weit weniger als 1 % p.a. und
sind in keinster Weise mit Erfolgsgebühren verbunden. In einem anderen
Beitrag zeigen wir die Auswirkungen von Erfolgsgebühren auf die Rendite
(Link unten).
Historie
Die durchschnittliche Entwicklung von Hedge-Fonds
lässt sich anhand der Entwicklung entsprechender Hedge-Fonds-Indizes
ablesen. Ein guter Index ist der Credit Suisse Tremont Hedge Index: Nach
der kostenlosen Anmeldung auf www.hedgeindex.com erhält man Zugang zur
historischen Entwicklung des Index, inklusive der Sub-Indizes für
einzelne Strategien. Aus den Charts ist zu erkennen, dass Hedge-Fonds
insgesamt im Crash von 2000 bis 2002 und in 2008 weniger stark
abgestürzt sind als Aktien. Manche Strategien haben in den Crash-Jahren
sogar besonders gut abgeschnitten. Hierzu gehören insbesondere
Trendfolge-Strategien.
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Curtis Schneekloth, PortfolioStrategie |
PortfolioStrategie - einziger Anlegerbrief mit Erfolgs-Garantie. Das Muster-Depot verschafft Lesern bisher eine Rendite von umgerechnet + 8,0 % pro Jahr. Verlustmonate: Null. Freier Newsletter auf www.PortfolioStrategie.net
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