Drei echte Praxis-Beispiele von drei Anlegern: Gewinne durch Arbitrage;
Gewinne und Verluste mit populären Aktien.
Arbitrage im
Direkt-Handel mit Hebel-Produkten
Um das Jahr 2001 beschäftigte
sich mein Freund 1 mit dem Direkt-Handel von Derivaten mit Emittenten
via Online-Broker. Dabei fragt der Kunde beim Emittenten einen
verbindlichen Preis zum Kauf eines Derivats ab, z.B. eines extrem
gehebelten Knock-Out-Zertifikats auf den DAX. Der Emittent liefert dann
den verbindlichen Preis, der über eine Zeitspanne von einigen Sekunden
vom Kunden angenommen werden kann. Steigt in dieser Zeit der DAX-Future,
dann kann der Kunde ziemlich sicher sein, dass eine neue Abfrage eines
verbindlichen Verkaufspreises höher sein wird. Deshalb kauft der Kunde
zum ersten verbindlichen Preis und verkauft anschließend gleich wieder
zum höheren Preis. So machte Freund 1 ca. 1 Mio. Euro bis der Emittent
seinen Fehler im automatisierten Handelssystem endlich erkannte und
beseitigte. Seither widmet sich Freund 1 dem Triathlon.
Populäre Aktien I
Mein junger Freund 2 (24 Jahre)
entdeckte im Frühjahr 2009 erstmals die Börse für sich und legte an: Er
orientierte sich an Muster-Depots aus Aktien, die er im Internet fand
und recherchierte dann ein bischen zu den Unternehmen. Je öfter eine
Aktien in Medien positiv erwähnt wurde und je öfter sie sich in einem
Muster-Depot wiederfand, desto wahrscheinlicher kaufte er sie. Es waren
gerade die Unternehmen, die "in" waren: Aixtron, Dialog Semiconductor,
Infineon und ein Solar-Unternehmen. Anstatt direkt Aktien zu kaufen,
verwendete er später Hebel-Produkte. So konnte er mit wenig Einsatz
höhere Gewinne erzielen. Das Umfeld ab Frühjahr 2009 war ideal: Fast
jede Investition brachte ihm einige Hundert Euro bei jeweils weniger als
2.000 Euro Einsatz. Er scherzte gern: "Ich hab in 2 Tagen mehr Rendite
gemacht, als die 8 %, die das Muster-Depot deines Anlegerbriefs in einem
ganzen Jahr macht." Er wurde immer mutiger - waghalsiger. Für meine
Warnungen bezüglich des Risikos seiner Investitionen war er nicht offen.
Er hatte nur vor Augen, dass er eigentlich gar nicht mehr Arbeiten
gehen müsse, wenn seine Gewinne so weitergingen. Er meinte, er habe die
Gewinne unter Kontrolle, im Griff. Er fing an, auch Short-Hebel-Produkte
auf den DAX zu kaufen... Vor einigen Wochen ist es dann geschehen: Der
Markt hat sich gegen seine Position gestellt. Und er verlor eine so
beträchtliche Summe, dass er sich ganz von der Börse zurückgezogen hat.
Mein Muster-Depot machte in der Zeit aber weiter kleine, stetige
Gewinne... Im Nachhinein meinte er, es war falsch anzunehmen, die
Kursentwicklung voraussehen und damit Gewinne steuern zu können.
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Curtis Schneekloth, PortfolioStrategie |
PortfolioStrategie - einziger Anlegerbrief mit Erfolgs-Garantie. Das Muster-Depot verschafft Lesern bisher eine Rendite von umgerechnet + 8,0 % pro Jahr. Verlustmonate: Null. Freier Newsletter auf www.PortfolioStrategie.net
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