Trendfolger - ein Muss für gute Streuung



11:55 09.04.10

Im Jahr 2008 erzielten Managed-Futures-Strategien laut hedgeindex.com einen Wertzuwachs von durchschnittlich 18 %, während der Welt-Aktienindex MSCI World rund 39 % verlor (mscibarra.com, net, local).

Damit zeigen Managed-Futures-Strategien, dass sie zu Aktien sogar eine bessere Diversifikation bieten als Staatsanleihen aus der Eurozone, die ebenfalls, aber nicht so stark zulegten und zwar laut markit.com "nur" rund 9 % in 2008.

Managed-Futures-Strategien investieren mittels Derivate in alle möglichen Anlagen, wie Aktienindizes, Anleihen, Rohstoffe und Währungspaare. Die Derivate ermöglichen dabei sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen zu profitieren. Die Anlageentscheidungen basieren auf quantitativer/technischer Analyse und werden meist vollautomatisch durch Computer umgesetzt. Beispiel: Stellt eine Analyse fest, dass Aktienindizes in Wintermonaten überwiegend besser laufen als in Sommermonaten, dann wird ein Programm in Wintermonaten Futures-Kontrakte eingehen, die von steigenden Kursen profitieren, in Sommermonaten umgekehrt.

Eine Unter-Kategorie der Managed-Futures-Strategien sind Trendfolger. Sie erkennen anhand des bisherigen Kursverlaufs, dass ein Trend entstanden ist, und gehen dann entsprechende Futures-Kontrakte ein, je nachdem in welche Richtung der Trend besteht. Die Details der Strategien werden streng geheim gehalten.

Die langjährigen Erfolge von Trendfolgern und Managed-Futures-Strategien im Allgemeinen widersprechen der Ansicht, dass es nicht möglich ist, anhand irgendwelcher Daten aus der Vergangenheit auf zukünftige Kurse zu schließen. Damit ist die Hypothese der Effizienten Märkte für diese Strategien widerlegt.

Es gibt sogar eine theoretische Grundlage, weshalb Trendfolger funktionieren müssten: Bis die Information über ein Ereignis in den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren mündet, vergeht viel Zeit. Insbesondere bilden sich die Kapitalmarktteilnehmer erst eine Meinung bevor sie handeln. Manche brauchen dafür Stunden, andere Wochen. So kommt es, dass sich Kauf- oder Verkaufsorders kontinuierlich häufen und Kurse nicht plötzlich ein anderes Niveau haben, sondern in einem gewissen Zeitraum kontinuierlich ein neues Niveau erreichen, wovon Trendfolger profitieren.

Andererseits gibt es Zeiten, in denen einmal angefangene Trends nicht mehr weiterlaufen, sondern zu früh umkehren. Dann macht ein Trendfolger Verlust. Ein Extrem-Beispiel ist hier das "Superfund C Index Zertifikat" mit einem Verlust von rund 51 % in 2009, nachdem die Trends von 2008 unterbrochen wurden.

Nichtsdestotrotz werden wir andere Trendfolger-Fonds und/oder -Zertifikate in das Muster-Depot aufnehmen.



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