Im Jahr 2008 erzielten Managed-Futures-Strategien laut hedgeindex.com einen
Wertzuwachs von durchschnittlich 18 %, während der Welt-Aktienindex MSCI
World rund 39 % verlor (mscibarra.com,
net, local).
Damit zeigen Managed-Futures-Strategien, dass sie zu Aktien sogar
eine bessere Diversifikation bieten als Staatsanleihen aus der
Eurozone, die ebenfalls, aber nicht so stark zulegten und zwar laut markit.com "nur" rund 9 %
in 2008.
Managed-Futures-Strategien investieren mittels Derivate in alle
möglichen Anlagen, wie Aktienindizes, Anleihen, Rohstoffe und
Währungspaare. Die Derivate ermöglichen dabei sowohl von steigenden
als auch von fallenden Kursen zu profitieren. Die Anlageentscheidungen
basieren auf quantitativer/technischer Analyse und werden meist
vollautomatisch durch Computer umgesetzt. Beispiel: Stellt eine
Analyse fest, dass Aktienindizes in Wintermonaten überwiegend besser
laufen als in Sommermonaten, dann wird ein Programm in Wintermonaten
Futures-Kontrakte eingehen, die von steigenden Kursen profitieren, in
Sommermonaten umgekehrt.
Eine Unter-Kategorie der Managed-Futures-Strategien sind Trendfolger.
Sie erkennen anhand des bisherigen Kursverlaufs, dass ein Trend
entstanden ist, und gehen dann entsprechende Futures-Kontrakte ein, je
nachdem in welche Richtung der Trend besteht. Die Details der Strategien
werden streng geheim gehalten.
Die langjährigen Erfolge von Trendfolgern und
Managed-Futures-Strategien im Allgemeinen widersprechen der Ansicht,
dass es nicht möglich ist, anhand irgendwelcher Daten aus der
Vergangenheit auf zukünftige Kurse zu schließen. Damit ist die Hypothese
der Effizienten Märkte für diese Strategien widerlegt.
Es gibt sogar eine theoretische Grundlage, weshalb Trendfolger
funktionieren müssten: Bis die Information über ein Ereignis in den
Kauf oder Verkauf von Wertpapieren mündet, vergeht viel Zeit.
Insbesondere bilden sich die Kapitalmarktteilnehmer erst eine Meinung
bevor sie handeln. Manche brauchen dafür Stunden, andere Wochen. So
kommt es, dass sich Kauf- oder Verkaufsorders kontinuierlich häufen und
Kurse nicht plötzlich ein anderes Niveau haben, sondern in einem
gewissen Zeitraum kontinuierlich ein neues Niveau erreichen, wovon
Trendfolger profitieren.
Andererseits gibt es Zeiten, in denen einmal angefangene Trends
nicht mehr weiterlaufen, sondern zu früh umkehren. Dann macht ein
Trendfolger Verlust. Ein Extrem-Beispiel ist hier das "Superfund C Index
Zertifikat" mit einem Verlust von rund 51 % in 2009, nachdem die Trends
von 2008 unterbrochen wurden.
Nichtsdestotrotz werden wir andere Trendfolger-Fonds und/oder
-Zertifikate in das Muster-Depot aufnehmen.
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Curtis Schneekloth, PortfolioStrategie |
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