Vor
dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise möchte man meinen, dass gerade
im IT- und Beratungsbereich gespart wird. Das kann Seven Principles (WKN 594
154) als Spezialist für IT- und Strategieberatung nicht wirklich bestätigten.
Die Gesellschaft erzielt den Großteil ihrer Umsätze im
Telekommunikationsbereich - und in diesem Markt wird noch gutes Geld verdient.
So werden zum Beispiel immer mehr mobile Dienste angeboten. Ein Feld das gerade
durch den Siegeszug von Apples iPhone stark wächst und auf das sich Seven
Principles besonders fokussiert hat. Das wird durch neue Aufträge untermauert.
Anfang des Jahres hat das Unternehmen von der Deutschen Bahn einen Auftrag zur
Entwicklung von Applikationen für unterschiedlichste Mobile- und
Online-Plattformen erhalten. Seit April ist Seven Principles
Entwicklungspartner des US-Konzerns Yahoo.
Starkes erste Quartal
Nach einer soliden Entwicklung in 2009 ist der Start ins laufende
Geschäftsjahr sehr vielversprechend ausgefallen. Seven Principles hat den Umsatz
im ersten Quartal um 6,6 Prozent auf 18,3 Millionen Euro gesteigert und damit
den höchsten Wert der bisherigen Firmengeschichte erzielt. Ein wesentlicher
Treiber der positiven Entwicklung waren dabei auch die deutlich anziehenden
Auslandsumsätze, die sich nahezu verdreifachten. Das EBITDA wurde um satte 188
Prozent auf 0,9 Millionen Euro verbessert. Das EBIT stieg in den ersten drei
Monaten sogar von 0,1 Millionen auf 0,7 Millionen Euro. Unter dem Strich steht
ein Gewinn je Aktie von 0,13 Euro (Vorjahr: 0,07 Euro).
Gewinnsprung erwartet
Der Vorstand peilt für das Gesamtjahr einen Umsatzanstieg von 65,9
Millionen auf mehr als 67 Millionen Euro an. Damit entspricht der aktuelle
Börsenwert von 17,5 Millionen Euro gerade mal einem Viertel der für 2010 geplanten
Erlöse. Das EBITDA soll dabei um über 30 Prozent auf 3,2 bis 3,4 Millionen Euro
klettern. Der Gewinn je Aktie dürfte sich bis Weihnachten auf über 0,40 Euro
sogar verdoppeln. Dieser Sprung resultiert zum Teil aus einem negativen
Steuereffekt im Vorjahr, der das Nettoergebnis damals gedrückt hat. Die Aktie
hat ihren Wert in den vergangenen zwölf Monaten bereits mehr als verdoppelt.
Dennoch besitzt der Titel weiteres Aufwärtspotenzial. Das 2010er-KGV von 12
sollte im kommenden Jahr in den einstelligen Bereich rutschen. Das Management
tritt kontinuierlich als Käufer eigener Aktien auf.
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Michael Schröder, Börsenmedien AG |
Michael Schröder ist Leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR Online, dem Internet-Auftritt von Deutschlands großem Börsenmagazin DER AKTIONÄR --seit mehr als zwölf Jahren am Markt und seit vielen Jahren Pflichtblatt an allen deutschen Börsen. Mit DER AKTIONÄR Online setzt DER AKTIONÄR sein bewährtes Konzept konsequent im Internet fort: Den Schwerpunkt bilden konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sowie die Kommentierung und Einschätzung aktueller Nachrichten. Das Redaktionsteam verfolgt börsentäglich von 7 bis 22 Uhr die Finanzmärkte, filtert die wichtigsten Informationen heraus und stellt diese dann unter www.deraktionaer.de einfach, klar und kommentiert für seine Leser online.
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