Liebe Wirtschafts- und Finanzmarktinteressierte,
ich begrüße Sie recht herzlich zur sechzehnten Ausgabe meines Newsletters, der auf die Themen
WIRTSCHAFT, FINANZMARKT und KONJUNKTUR fokussiert ist.
Der Monat Mai stand an den Finanzmärkten ganz im Zeichen der Haushaltskrise in der Euro-Zone.
Während die Stimmung an den Aktienmärkten noch als recht schwankungsfreudig zu bezeichnen war und sich stärkere und schwächere Phasen abwechselten (Bullen und Bären gaben sich mit schöner Regelmäßigkeit die Klinke in die Hand), verbuchte der Euro zum Dollar im Monatsverlauf fast durchweg Kurseinbussen.
Die ständigen Diskussionen über die drastischen Haushaltsprobleme von Griechenland & Co. führten dazu, dass die Investoren der europäischen Gemeinschaftswährung zunehmend den Rücken kehrten und der Euro jüngst ein Vier-Jahres-Tief markierte.
Da der Wonnemonat Mai für den Euro eine besonders brisante Entwicklung parat hatte, möchte ich in dieser Ausgabe des WiFiKon-Newsletters ein wenig ausführlicher auf unsere Gemeinschaftswährung eingehen.
Die Marktreaktionen auf die veröffentlichten Konjunkturindikatoren hielten sich aufgrund der Fokussierung auf die o.g. Störfeuer ohnehin in Grenzen.
Der Deutsche Aktienindex DAX startete wenig verheißungsvoll in den Monat Mai. Nachdem der Monatsübergang mit einem Index-Stand von über 6.100 Zählern noch recht erfolgreich ausfiel, kam es in der ersten Handelswoche zu einem rasanten Kursrutsch in Richtung 5.700 Punkten. Auf diesem Niveau traten dann die Schnäppchenjäger auf den Plan, so dass der DAX die Einbussen vom Monatsanfang ebenso schnell wieder wettmachen konnte und bis Mitte Mai über 6.200 kletterte. Damit war das Pulver für diesen Monat aber bereits verschossen....
In der Folgezeit mieden die Anleger risikoreiche Aktienanlagen und widmeten sich den sicheren Rentenpapieren.
Die Anleger weltweit befürchteten, dass sich die finanzielle Schieflage in den südlichen Regionen der Euro-Zone insgesamt negativ auf die Weltkonjunktur auswirken könnte. Die Aktienmärkte an der Wall Street und in Fernost verbuchten kräftige Einbussen...der DAX konnte sich der schwachen Performance natürlich nicht entziehen...
Der deutsche Leitindex vollzog in der zweiten Monatshälfte nach einem kurzen Zwischenstopp bei 6.100 Zählern -
Eine ausgedehnte Abwärtsbewegung bis auf unter 5.700 Punkte. Erst in den letzten Tagen gestaltete sich das Chartbild wieder etwas freundlicher...
Fazit: Nach der Achterbahnfahrt im Mai muss sich nun zeigen, wohin die Reise für den DAX in den kommenden Wochen geht. Angesichts der Tatsache, dass der DAX bereits im Februar 2010 um die Marke von 5.500 die Kurve gekriegt hat und im Anschluss eine Kursrally starten konnte, sollte diesem Level eine besondere Bedeutung beigemessen werden. Die gegenwärtig recht hohe Nervosität bei den Anlegern lässt befürchten, dass sich das Aufwärtspotenzial für den Deutschen Aktienindex in Grenzen halten wird. Häufige Stimmungswechsel wie in diesem Monat würden nicht wirklich überraschen...
Die europäische Gemeinschaftswährung hat sich im Monat Mai fast durchweg von ihrer schwachen Seite gezeigt.
Offensichtlich wird dies allein schon dadurch, dass der Monatsdurchschnitt im April bei 1,3406 Dollar lag, der EZB-Referenzkurs am 30.April 2010 bei 1,3315 Dollar festgestellt worden war und der Euro im Laufe des Monats Mai in der Spitze bis auf unter 1,22 Dollar absackte. Kurseinbussen von rund elf US-Cent innerhalb eines Monats sind schon als außergewöhnlich zu bezeichnen...
Bevor die genaueren Begleitumstände beleuchtet werden....hier ein paar Daten aus dem Mai (EZB-Referenzkurse):
3.Mai 1,3238 7.Mai 1,2746 10.Mai 1,2969 14.Mai 1,2492
17.Mai 1,2349 21.Mai 1,2497 24.Mai 1,2360 27.Mai 1,2255
Der Hauptbelastungsfaktor........
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Thomas Krüger, wifikon.de |
Nach 20 Jahren Bankerfahrung im Finanzmarktbereich und einer Zusatzqualifikation als Betriebswirt mit
Schwerpunkt Finanzwesen an der BWA St.Gallen hat es sich Thomas Krüger zur Aufgabe gemacht, Licht ins Dunkel
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