Die
MPH Mittelständische Pharma Holding (WKN A0N F69) hat kaum ein Investor auf der
Agenda. Dabei hat die Gesellschaft einiges zu bieten. Gründe, warum sich ein
Einstieg lohnen sollte.
MPH VZ. Rasantes Umsatzwachstum bei deutlich steigendem Gewinn.
Davon träumen viele Unternehmenslenker. Für Patrick Brenske, Vorstand der MPH
Mittelständische Pharma Holding AG, sind das keine Träume mehr. Im ersten Jahr
nach der Unternehmensgründung im November 2008 hat seine im Pharmabereich tätige
Beteiligungsholding den Umsatz auf 62 Millionen Euro verfünffacht. Der
operative Gewinn lag bei 6,1 Millionen Euro. 2010 dürften bereits mehr als 100
Millionen Euro umgesetzt werden - bei einer starken EBIT-Marge von über zehn
Prozent.
Hochpreisige Aktivitäten
Das derzeit einzige operativ tätige Portfolio-Unternehmen, Haemato
Pharm, hat sich auf den Handel mit Arzneimitteln innerhalb der EU, den
sogenannten Parallelimport, sowie auf die Herstellung und den Vertrieb von Nachahmerpräparaten
(Generika) spezialisiert. Die EU-Markenarzneimittel, vorwiegend aus dem
Hochpreissegment, werden dabei von großen Pharmahändlern aus Italien oder
Griechenland eingekauft, in sterilen Räumen umgepackt, mit einem eigenen
Etikett versehen und dann acht bis 15 Prozent billiger an hiesige Apotheken
verkauft. "Ein Mittel für die Brustkrebstherapie kostet beim
Originalhersteller beispielsweise 1.500 Euro, wir können es dem Großkunden dann
für 1.350 Euro anbieten", erklärt Brenske im Hintergrundgespräch mit dem
AKTIONÄR. Die geringe Kostenstruktur ermöglicht es, die Margen dabei auf einem
hohen Niveau zu halten. Der Anteil an Krebsmedikamenten beträgt dabei 85
Prozent. Darüber hinaus werden Apotheken und Großkunden auch mit HIV- und
Diabetes-Medikamenten beliefert.
Hervorragende Aussichten
Der Gesundheitsmarkt boomt. Durch auslaufende Patente und den
steigenden Kostendruck werden immer mehr Generika verschrieben. Zudem sind
Apotheken per Gesetz verpflichtet, ein günstiges Importmedikament an den Kunden
abzugeben, wenn es mindestens 15 Prozent preiswerter ist als das
Originalpräparat. Zudem müssen Apotheken fünf Prozent ihrer Verkäufe durch
EU-Arzneimittel erzielen. Damit werden schon jetzt pro Jahr etwa eine
Viertelmilliarde Euro eingespart. Die von der SPD geforderte Erhöhung des
Zwangsrabatts auf Parallelimporte von sechs auf 16 Prozent treibt den
MPH-Verantwortlichen keine Sorgenfalten auf die Stirn. Die Gesellschaft könnte
diese Einschränkung durch die geschickte Einkaufspolitik kompensieren. "Das
Produktportfolio der Haemato Pharm konnte seit 2008 von vier Zulassungen über
40 im Vorjahr auf mittlerweile über 200 erweitert werden", erklärt
Finanzvorstand Dr. Christian Pahl. Ende des Jahres dürften es bereits mehr als
300 sein, 2011 weitere 150 mehr.
Rasante Entwicklung
Dank weiterer Zulassungen, dem Ausbau der Internationalisierung und
der Erschließung neuer Kundensegmente dürfte MPH künftig weiter rasant bei
Umsatz und Gewinn zulegen - und damit den Trend der ersten fünf Monate
bestätigen. Wie aus unternehmensnahen Kreisen zu hören ist, soll MPH bis Ende
Mai einen Umsatz von rund 47 Millionen Euro erzielt und unter dem Strich einen
Gewinn von 5,3 Millionen Euro eingefahren haben. Behält MPH diese Schlagzahl
bei, dürfte die vom Vorstand bisher ausgegebene Jahresprognose von 100
Millionen Euro Umsatz und zehn Millionen Euro Gewinn sicher übertroffen werden.
Die mit einem Transportdienstleister ausgehandelte Preissenkung von 18 Prozent
wird diesen Trend ebenfalls unterstützen. Am Ende des Jahres dürften somit
bereits mehr als 0,27 Euro je Aktie an Gewinn durch die Bücher gehen. Daraus
resultiert ein günstiges KGV von 10.
Satte Dividende
Die Anteilseigner sollen dabei am Erfolg des Unternehmens teilhaben:
Vorstand und Aufsichtsrat werden den Aktionären, darunter die Großaktionäre
Magnum (55,5 Prozent) und Windsor (28 Prozent), am 29. Juni auf der
Hauptversammlung eine Dividende von 0,13 Euro je Vorzugsaktie vorschlagen. Auch
nach der jüngsten Aufwärtsbewegung entspricht dies einer stolzen Dividendenrendite
von 5,0 Prozent.
Aufwärtsbewegung
Die MPH-Aktie hat in ihrer noch jungen Börsenkarriere bereits deutlich an Wert
zugelegt. Seit der ersten Berichterstattung in Aktionär-Ausgabe 23/10 Anfang
Juni (Empf.-Kurs: 1,86 Euro) hat die Aktie rund 40 Prozent an Wert zulegen
können. Aufgrund der guten Aussichten und der rasanten Wachstumsraten dürfte
dies aber erst der Anfang einer langen Aufwärtsbewegung sein.
Weitere Informationen unter www.deraktionaer.de
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Michael Schröder, Börsenmedien AG |
Michael Schröder ist Leitender Redakteur bei DER AKTIONÄR Online, dem Internet-Auftritt von Deutschlands großem Börsenmagazin DER AKTIONÄR --seit mehr als zwölf Jahren am Markt und seit vielen Jahren Pflichtblatt an allen deutschen Börsen. Mit DER AKTIONÄR Online setzt DER AKTIONÄR sein bewährtes Konzept konsequent im Internet fort: Den Schwerpunkt bilden konkrete Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sowie die Kommentierung und Einschätzung aktueller Nachrichten. Das Redaktionsteam verfolgt börsentäglich von 7 bis 22 Uhr die Finanzmärkte, filtert die wichtigsten Informationen heraus und stellt diese dann unter www.deraktionaer.de einfach, klar und kommentiert für seine Leser online.
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