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Mensch oder Maschine? Wer leistet die bessere und effektivere Arbeit? Über diese Frage haben sich schon seit Jahrhunderten viele Ingenieure, Soziologen und Philosophen Gedanken gemacht. Mittlerweile kann diese Frage nicht für die Autoindustrie oder den Maschinenbau, sondern auch für die Finanzwelt gestellt werden. Wer ist der bessere Analyst: ein Banker oder ein Computer? In der vergangenen Woche haben wir untersucht, wie treffsicher Bankanalysten sind und wie gut oder schlecht sich ihre Empfehlungen entwickelt haben. Nach dem menschlichen Analysten stellen wir im aktuellen Heft den maschinellen Bewerter vor. |
Wir präsentieren zwölf Aktien aus vier Branchen, die das Bewertungssystem von The screener als besonders interessant herausgefiltert hat. Das Analysehaus lässt dafür folgende Fragen durch ein Computerprogramm laufen: Wie ist die absolute und die relative Kursentwicklung der Aktie? Wie angemessen ist die Bewertung? Und wie sehen die Analysten die künftige Gewinnentwicklung? Die Antworten auf diese Fragen werden in einer Sterne-Bewertung zusammengefasst. Die aussichtsreichsten Aktien werden mit vier Sternen ausgezeichnet. Zwölf von ihnen hält der Analyst Computer für kaufenswert. Wir haben die Sicht der Maschine mit unseren Empfehlungen für passende ETFs und Zertifikate ergänzt.
Und wollen damit die Vorteile von Mensch und Maschine kombinieren. Der Computer ist unbestechlich und emotionslos. Er analysiert ohne jedes Vorurteil, aber auch ohne jede Vorerfahrung. Der Mensch kann weit weniger Daten verarbeiten, aber er kann sie mit seinen Erfahrungen bewerten. Er kann ein Gefühl dafür entwickeln, wann die Geschichte, die der Unternehmenschef erzählt, eine stimmige Strategie und wann sie nur heiße Luft enthält. Sich nur auf seine Emotionen zu verlassen, ist genauso gefährlich, wie nur auf die Ergebnisse von Computerprogrammen zu vertrauen. Der Kurssturz an der Wall Street Anfang Mai hat gezeigt, was passieren kann, wenn Programme alleine ohne menschliche Kontrolle laufen. Jeder Anleger muss für sich selbst die Methode finden, mit der er sich wohlfühlt und mit der er Erfolg hat. Und dieses Verfahren und der maschinelle Anteil darin wird sich von Anleger zu Anleger unterscheiden.
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Stefanie Burgmaier, BÖRSE ONLINE |
Stefanie Burgmaier ist Chefredakteurin des Anlegermagazins Börse Online. In dieser Funktion ist die gelernte Bank- und studierte Diplom-Kauffrau auch für den Internetauftritt www.boerse-online.de und das Anlegerschutzportal www.graumarktinfo.de verantwortlich. Das Magazin, das sich mit Aktien, Zertifikaten, Fonds, Anleihen und Privaten Finanzen beschäftigt, erscheint jeden Donnerstag. Neukunden erhalten ein vierwöchiges Probeabonnement zum Vorzugspreis.
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