In der Zeit weltweit steigender Nachfrage gilt es für die
Unternehmen, durch strategisch geschickte Übernahmen ein möglichst
großes Stück des Kuchens abzubekommen.
* Appetit auf Burger King
* Hafenmeldungen aus Asien
* Gazprom verdreifacht den Gewinn
* Strategiekorrektur bei Intel
2. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die Auftragsbücher
der Unternehmen weltweit füllen sich. Es gebe deutliche Impulse, zum
Beispiel die gestrigen Daten vom verarbeitenden Gewerbe. Nach
Ansicht von Skontroführer Jan Vrbsky, Baader Bank, hat das
zyklischen Titeln wie Rio Tinto und Xstrata zu Aufschlägen zwischen
drei und sechs Prozent verholfen. „Die Wirtschaftsdaten aus China
und Indien, gepaart mit positiven Nachrichten aus Deutschland und
zum Schluss aus den USA, haben die Ängste der Investoren über den
Zustand der globalen Wirtschaft vertrieben.“ Die Befürchtungen eines
Double Dip-Szenarios in den USA, also eines erneuten Absturzes in
die Rezession, seien mit der Ankündigung eines zweiten
Konjunkturprogramms erst einmal vom Tisch. Auch aus Australien
kommen positive Nachrichten: Dort ist laut Walter Vorhauser von der
Close Brothers Seydler Bank das Bruttoinlandsprodukt das höchste
seit zweieinhalb Jahren. Die positive Grundstimmung bei den
Unternehmen sorge weltweit dafür, dass die Investoren aus dem
überhitzten Rentenmarkt raus gingen und sich dem Aktienmarkt
zuwendeten. Trotzdem, die positive Trendwende im Aktienmarkt sei
noch nicht erreicht, die Handelsumsätze blieben nachhaltig.
Appetit auf Burger King
Auf den Geschmack gekommen seien laut Vorhauser US-Investoren bei
dem Fast Food-Unternehmen Burger King (WKN A0JL4A). Die zweitgrößte
Hamburger-Kette führe Übernahmegespräche mit der
Private-Equity-Firma 3G Capital, ein Abschluss könne schon in
wenigen Tagen erfolgen. Als Folge der Nachricht ist der Kurs um rund
16 Prozent nach oben geschossen, die Aktie steht in Frankfurt
aktuell bei 15,10 Euro. „Dabei ist das Geschäft ist zuletzt nicht
sonderlich gut gelaufen“, sagt der Skontroführer, „zum fünften Mal
in Folge musste die Kette einen Quartalsverlust ausweisen.“ Gründe
seien die Aktivitäten des Erzrivalen McDonald's, der mit seinen
McCafés äußerst erfolgreich aus der Fast-Food-Ecke ausgebrochen sei
und die immer noch anhaltende Arbeitslosigkeit in der Zielgruppe.
Burger King betreibt 12.000 Restaurants in 75 Ländern.
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Redaktion boerse-frankfurt.de, Deutsche Börse AG |
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