03. September 2010 Trends am Nachmittag
US-Arbeitsmarktbericht zündet DAX-Rakete
Lage nicht so schlecht wie befürchtet
Die Lage am US-Arbeitsmarkt ist doch nicht ganz so schlecht wie befürchtet. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft sank im August zwar mit einem Rückgang um 54.000 Stellen zum dritten Monat in Folge. Analysten hatten hier aber einen weitaus größeren Verlust von 100.000 Stellen erwartet. Die Arbeitslosenquote lag bei 9,6 Prozent. Die anhaltend hohe Arbeitslosigkeit bremst die Konjunkturerholung in den USA ab, da die größte Volkswirtschaft der Welt zu etwa 70 Prozent vom privaten Konsum abhängig ist. Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise hatten mehr als acht Millionen Amerikaner ihren Job verloren.
Der Arbeitsmarktbericht wurde an der Börse ausgesprochen positiv aufgenommen. Dabei schoss der DAX in einem Zug um 1,3 Prozent auf 6.162 Zähler nach oben.
Derivateanleger nahmen in einer ersten Reaktion Gewinne bei Call-Optionsscheinen und Long-Zertifikaten auf den DAX mit. Gleichzeitig versuchten andere Marktteilnehmer, anfallende Verluste in Puts zu begrenzen. Für die Bullen geht diese nervenaufreibende Börsenwoche also versöhnlich zu Ende. Die Bären verlassen den Handelssaal hingegen mit gesenktem Kopf.
Calls auf die Deutsche Bank wurden unterdessen weiter gekauft. Die Aktie war gestern nach wagen Gerüchten um eine möglicherweise geplante Kapitalerhöhung der Postbank unter Druck geraten. Am Nachmittag notierte die Deutsche-Bank-Aktie bei 50,02 Euro mit 1,4 Prozent im Minus und eroberte damit die 50-Euro-Marke zurück.
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Cornelia Frey, Börse Stuttgart AG |
Cornelia Frey und Holger Scholze informieren abwechselnd um das Geschehen im Derivatebereich der Stuttgarter Börse. Neben Fernsehinterviews beim Nachrichtensender n-tv, berichten sie in Radiointerviews und den Marktberichten EUWAX Trends über das Geschehen bei Optionsscheinen & Co.
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