Goldener September



20:15 03.09.10

In unserer letzten Kommentierung zum Gold mit dem Titel "Goldener Herbst steht an!" vom 14.08. wiesen wir auf die positiven Aussichten des Edelmetalls für die letzten Monate des Jahres hin.

Mittlerweile ist einige Zeit vergangen und der Goldpreis entwickelte sich in der Tat wie von uns erwartet. Die Aufwärtsbewegung hat zwischenzeitlich weitere wichtige Hürden genommen. Insbesondere das Überwinden der 1.220er Marke war ein weiterer Meilenstein und die Bestätigung für diese Aufwärtsbewegung. Noch einmal zur Erinnerung: Mit dem Tief bei 1.160 US-Dollar, welches Ende Juli markiert wurde, sahen wir die seit Juni laufende Korrekturbewegung als beendet an (sh. vorherige Artikel).

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Die Faktoren, die für diese positive Entwicklung verantwortlich zeichnen, sind freilich hinlänglich bekannt und wurden von uns bereits des Öfteren angeführt. Vor allem die sich deutlich verbessernde Saisonalität spricht in den kommenden Wochen unverändert für Gold. Ende August beginnt in Indien die traditionelle Festival-Saison. In dieser haben Goldgeschenke einen hohen Stellenwert. Dieser Effekt sollte sich in den nächsten Wochen in einer höheren Nachfrage ausdrücken.



Neben der Schmuckindustrie gehört nun auch die Investmentbranche zu den bestimmenden Faktoren auf der Nachfrageseite. Die Entwicklung der Bestandsdaten des weltgrößten, physisch besicherten Gold-ETF, des SPDR Gold Trust, ist für uns immer ein guter Indikator, um die Befindlichkeiten und die Gemütslage von Investoren zu analysieren. In den Sommermonaten verringerten sich die Bestände zunächst.

Diese Entwicklung ist in Anbetracht der Ferien- und Urlaubssaison durchaus normal. Besonders positiv: In diesem Jahr fiel der saisonale Rückgang der Bestände mit knapp 3 Prozent auf etwa 1.280 Tonnen deutlich geringer aus, als noch im Vorjahr. Und es sind in den letzten Handelstagen bereits wieder Käufe zu beobachten. Die Bestände erholten sich nach der Sommerflaute deutlich. Aktuell weist der SPDR Gold Trust einen Bestand von 1.304 Tonnen aus. Das Rekordhoch lag bei etwa 1.320 Tonnen. Der geringe Rückgang in den Sommermonaten und die aktuell rasche Erholung machen deutlich: Investoren setzen unverändert aufs Edelmetall. Dieses dürfte sich über kurz oder lang in neuen Rekordbeständen dokumentieren.

Gelingt Gold der Ausbruch über die Widerstandszone 1.250 /1.265 US-Dollar, winkt dem Edelmetall die Ausweitung des seit Februar 2010 intakten Aufwärtstrendkanals in Richtung 1.300 US-Dollar. Die 1.300 US-Dollar stellen aus unserer Sicht eher eine psychologische Hürde dar. Sehr wahrscheinlich dürfte die Ausbruchsbewegung deutlich darüber laufen und unsere Kurszielzone für 2010 von 1.350 bis 1.400 US-Dollar übergeordnet erreichen... Relevante Unterstützungen verlaufen bei 1.220 und 1.200 US-Dollar.

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Über den Autor
 
Autor: Marcel Torney Marcel Torney,
berlinvestor Derivatebrief

Marcel Torney ist Chefredakteur des "berlinvestor Derivatebrief". Der "berlinvestor Derivatebrief" richtet sich an alle aktiven Investoren. Mit Hilfe der Charttechnik werden kurz- bis mittelfristige Trends einzelner Basiswerte (Aktien, Indices, Rohstoffe, Devisen etc.) aufgespürt und mit entsprechenden Derivaten über ein Musterdepot gehandelt. Es werden klare Szenarien vorgezeichnet. Die Vorstellung geeigneter Optionsscheine und Hebelzertifikate erfolgt mit den wichtigen Kennzahlen.

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