Kam in den letzten Jahren die Sprache auf Infineon, war die Diskussion meist negativ geprägt. Der Aktienkurs fiel ins Bodenlose, ein negatives Jahresergebnis reihte sich an das andere. Die Speicherchipsparte Quimonda fand nicht einmal für lau einen Käufer, wurde abgespalten und befindet sich inzwischen in Insolvenz. In der Handychipsparte gab es ebenfalls große Probleme, als sich mit BenQ der wichtigste Kunde 2006 verabschiedete und auch personell gab es mehr als genug Querelen.
Kehrtwende
um 180 Grad
Umso
verwunderter muss man sich nun die Augen reiben angesichts der
positiven
Entwicklung, die Infineon unter Vorstandschef Peter Bauer genommen hat.
Aufgrund eines starken Produktportfolios bei den Handychips konnten
zahlreiche
neue Kunden gewonnen werden, darunter ausnahmslos auch die Platzhirsche
der
Handyindustrie. Dennoch lieferte die Handychipsparte aufgrund des
harten
Wettbewerbs nur unterdurchschnittliche Margen. Daher ist der Verkauf an
Intel
nur konsequent, einzig der erzielte Kaufpreis von 1,1 Mrd. Euro in bar
sorgte
an der Börse für Enttäuschung. Strategisch ist der Verkauf jedoch
richtig, da
sich das Unternehmen nun auf die profitableren beiden verbleibenden
Bereiche
Automobil/Industriekunden sowie Sicherheitschips konzentrieren kann.
Angesichts
der hohen Nettoliquidität im Unternehmen sind die Aussichten gut wie
lange
nicht mehr. So sind kleinere Zukäufe in den Kernbereichen denkbar,
ebenso wie
die erstmalige Zahlung einer Dividende. Die Nettoliquidität könnte
Schätzungen
zufolge bis Ende des Geschäftsjahres 2010/11 auf rund 2,50 Euro pro
Aktie
ansteigen. Diese Aussichten dürften sich kursstabilisierend auswirken.
Im
aktuellen Geschäftsjahr (per 30.09.) wird Infineon aller Voraussicht
nach einen
Jahresüberschuss von rund 400 Mio. Euro erwirtschaften. Die Analysten
sind sich
weitgehend einig, dass es sich hierbei nicht um eine Eintagsfliege
handeln
wird.
Infineon
als Übernahmeziel?
Sogar eine
gewisse Übernahmephantasie scheint vorhanden, denn mit einer
Marktkapitalisierung
von gerade mal fünf Milliarden Euro ist der Chiphersteller nicht gerade
astronomisch hoch bewertet angesichts der sich gerade einstellenden
Profitabilität. Ein nicht wegzudiskutierendes Risiko ist ein erneuter
Rückfall
der Weltkonjunktur in die Rezession. Dabei kommt Infineon derzeit die
Kundenstruktur zugute. Rund 50 Prozent des Umsatzes werden in Asien
erzielt,
nur 13 Prozent in den schwächelnden USA.
Fazit:
Infineon
kann nach dem Verkauf der Handysparte aus dem Vollen schöpfen. In der
aktuellen
Kursschwäche kann daher eine Position aufgebaut werden. Im DaxVestor
zeigen wir
unseren Lesern, wann der beste Zeitpunkt für den Einstieg ist.
Lesen Sie darüber hinaus
im aktuellen
DaxVestor:
- DAX im
Bann der US-Konjunkturdaten
- Novartis:
Pharmaaktie profitiert von guten News
Erfolgreiche
Investments wünscht
Ihr
Stefan Böhm
Chefredakteur
DaxVestor
http://www.dax-vestor.de
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S. Böhm, DaxVestor |
Der DaxVestor ist Deutschlands großer DAX-Börsenbrief und legt seinen Fokus auf Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate. Es wird eine reines DAX-Musterdepot geführt, welches von Stefan Böhm gemanaged wird. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Aktien und Derivate. Mehr Informationen über das vielfältige Leistungsangebot und weitere Zusatzleistungen erhalten Sie unter www.dax-vestor.de.
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