Das
Treffen der G20-Finanzminister am Wochenende brachte eigentlich
keine greifbaren
Ergebnisse, das konnte man wohl auch nicht erwarten. Allerdings
gab es ein
langes Statement zum Währungsmarkt, in dem die Probleme benannt
wurden. Und es
wurde nicht nur China an den Pranger gestellt – auch das ein
Fortschritt. Wichtigstes
Thema war der so genannte Währungskrieg und die
weltwirtschaftlichen
Ungleichgewichte – und hier haben sich trotz des langen
gemeinsamen Statements
die Gräben meiner Ansicht nach eher vertieft. US-Finanzminister
Geithner
stellte die Länder mit Leistungsbilanzüberschüssen wie China,
Japan und auch
Deutschland auf die Anklagebank, während der deutsche
Wirtschaftsminister die
Geldpolitik in den USA anprangerte. Nun soll der IWF zu dem
Thema einen Bericht
vorlegen und wahrscheinlich wird das Ganze auf dem
Weltwirtschaftsgipfel Mitte
November wieder zum Thema.
USD/JPY vor
Gegenreaktion?
So
oder so, es wird nicht lange dauern, dann treten wieder die
nationalen Egoismen
in den Vordergrund. Japan könnte das nächste Opfer und der
nächste Täter sein,
denn der Yen setzte seinen Höhenflug zum Dollar fort. USD/JPY
sank auf ein
neues Jahrestief und der Wechselkurs steht damit so tief wie das
letzte und einzige
Mal vor 15 Jahren. Das sorgt zum einen für Schweißausbrüche bei
Japans
Exporteuren und Politikern und zeigt zum anderen, dass sich die
Probleme am
Währungsmarkt weiter aufbauen. Doch die Märkte sind derzeit sehr
einseitig
positioniert. Alle rechnen damit, dass die US-Notenbank bei
ihrem am 3.
November eine Ausweitung der Anleihekäufe beschließt. Schon
kleine
Enttäuschungen dürften zu heftigen Reaktionen am Devisenmarkt
führen. Der
Wechselkurs USD/JPY würde in diesem Fall kräftig zulegen.
Erfolgreiche
Devisen-Trades wünscht
Ihre
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Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader |
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