Nicht, dass Sie auf den Gedanken kämen, im Insider-Alarm würde nicht stets gewissenhaft und gründlich gearbeitet. Das Jahr verlief bisher mit zahlreichen hervorragenden Empfehlungen. Nur eine Handvoll Trades konnten die anvisierte Performance nicht liefern und wurden ausgestoppt. Mit entsprechendem Erfolg im Rücken kann man sich dann auch mal an einen wackligeren Kandidaten wagen.
Auf den ersten Blick hässlich
Diese Woche erreichte uns der Insider-Kauf von einer so gennanten Teles AG. Es handelt sich um ein kleines Unternehmen aus einer Nische der Telekommunikationsdienstleister. Dabei liegt die Expertise auf der Next-Generation-Network-Technologie. Gewinne werden keine geschrieben. Die Performance des Charts ist miserabel und die bisherige Historie mitleidserregend. Aber es sind immer diese Dinger, die dann 300 Prozent steigen - oder auch nicht.
Für die Teles AG spricht, dass sie sich schon seit Ende des Neuen Marktes behauptet. Sie ist also ein richtiger Überlebenskünstler. Dabei notierte der Chart auch schon einmal zweistellig, bei fast 14 Euro. Seither ging es einfach nur nach unten. Dabei ist das Vertrauen nie abgerissen. Über die Hälfte der Aktien befinden sich in den Händen der Insider. Bislang haben sie stets immer wieder zugekauft, zuletzt bei 1,00 Euro. Aber auch von dort fiel der Kurs.
Attraktives CRV
Das CRV ist eine feste Größe in der professionellen Trade-Analyse. Es steht für Chance-Risiko-Verhältnis. Es wird abgewogen, wie groß die Chancen auf Gewinn sein können - und welches Risiko man dafür einzugehen bereit ist. Das CRV ist das Herz jeder Spekulation. Wenn man kein Risiko hat, gibt es nur Chancen. Wenn die Chancen groß sind und das Risiko klein, dann ist man richtig. Mathematisch korrekt müsste es eigentlich Risiko-Chance-Verhältnis heißen. Diese Zahl sollte dann möglichst klein sein.
Leider habe ich keinen Zauberkasten, der mir für Chance und Risiko jeweils genaue Zahlen liefert. Mittels der Erfahrung kann ich diese jedoch einigermaßen abschätzen. Tatsächlich ist es so, dass bei einem festgelegten Stopp der Chart selbst das Risiko liefert. In diesem Falle sind es 10 cent, denn bei 0,54 wird ausgestiegen. Die Wahrscheinlichkeit für dieses Eintreten ist zwar gänzlich ungewiss, jedoch könnten wir es verkraften.
Erstes Zeichen für Umkehr
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Dirk Friczewsky, Tradingstrategien |
Dirk Friczewsky ist Trader und Analyst bei Friczewsky Financial Markets.
Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe werden einem
Marktscreening mittels der Technischen Analyse unterzogen und daraus
nachhaltige Tradingstrategien entwickelt. Je nach Marktlage sind die
Trading-Setups für Daytrading oder für mittelfristige bis langfristige
Investitionen geeignet. Mehr Informationen unter www.friczewsky.com.
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