Wie schon das Jahr 2009 wird 2010 als gutes Aktienjahr in die Finanzgeschichte eingehen. Der Deutsche Aktienindex (DAX) hat seit Anfang 2010 um rund 1000 Punkte zugelegt. Das ist ein Plus von mehr als 15 Prozent. Diesen Zuwachs haben im Dezember 2009 58 Prozent der BÖRSE ONLINE-Leser vorausgesagt. Damit gaben Sie alle eine zielsicherere Prognose ab als die Finanzprofis. Noch am besten schnitt die Commerzbank ab, die einen Jahresendstand von 6900 Punkten erwartete. Ganz daneben lag die Weberbank, die im Dezember 5300 Zähler für den DAX vorhersagte. Und dabei war der Index der deutschen Großunternehmen noch nicht einmal das beste heimische Kursbarometer. Der SDAX stieg um fast 30 Prozent. Damit schob sich der Small-Cap-Index auch international in die Spitzengruppe. In Euro gerechnet waren von den großen Aktienmärkten nur die Börsen in Südafrika mit einem Zuwachs von gut 30 Prozent und in Argentinien mit einem Anstieg von mehr als 50 Prozent erfolgreicher. Abgeschlagen auf den hinteren Rängen landen die Schwellenländer Brasilien und China. Sogar negativ schließen die Börsen in Italien und Spanien ab. Hier schlug sich die Euro-Schuldenkrise direkt in den Aktienkursen nieder. Und das zog den Schnitt der Euroland-Aktien ins Minus, da half auch die gute deutsche Entwicklung nichts.
Unsere Empfehlungen steuerten oft sogar noch höhere Gewinne bei. Den höchsten Zuwachs erzielten wir mit der Aktie von Borussia Dortmund, die um mehr als 100 Prozent stieg. Auch nicht schlecht lief das Modeunternehmen Fossil, das wir in einem unserer BO RESEARCH vorstellten und das seitdem um mehr als 90 Prozent zulegte. Für das kommende Jahr erwartet die überwiegende Zahl der Leser einen Zuwachs auf 8000 Punkte. Ähnlich optimistisch sind die Commerzbank und diesmal auch die Weberbank. Entscheidend für den Jahresverlauf wird sein, wie sich die Schuldenkrise in Euroland entwickelt. Sollte der Währungsunion eine schnelle Umsetzung des Maßnahmenpakets gelingen, steht dem Anstieg wenig entgegen. Sollte aber der Zerfall des Euro-Raumes in greifbare Nähe rücken, wird das auch die Aktienmärkte und den DAX tangieren.
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Stefanie Burgmaier, BÖRSE ONLINE |
Stefanie Burgmaier ist Chefredakteurin des Anlegermagazins Börse Online. In dieser Funktion ist die gelernte Bank- und studierte Diplom-Kauffrau auch für den Internetauftritt www.boerse-online.de und das Anlegerschutzportal www.graumarktinfo.de verantwortlich. Das Magazin, das sich mit Aktien, Zertifikaten, Fonds, Anleihen und Privaten Finanzen beschäftigt, erscheint jeden Donnerstag. Neukunden erhalten ein vierwöchiges Probeabonnement zum Vorzugspreis.
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