Wenn man den Verlauf des Deutschen Aktienindex (DAX) vom Tiefpunkt im Jahr 2003 über die Kurve des deutschen Leitbarometers, die vom niedrigsten Stand im März 2009 ausgeht, legt, stellt man eine frappierende Ähnlichkeit der Linien fest. Sollte sich Börsengeschichte tatsächlich wiederholen, würde der DAX Endes dieses Jahres bei 9200 Punkten stehen. An seinem Höhepunkt, der bei einer völlig parallelen Entwicklung des alten und neuen Zyklus Ende 2013 erreicht würde, könnte der Leitindex bis auf 14000 Zähler klettern. Natürlich folgt die Börse nicht einer mathematischen Gleichung. Das Gedankenspiel zeigt aber, welches Potenzial im DAX steckt. Zumal die 30 größten deutschen Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr ihre Gewinne kräftig gesteigert haben. Nach den Schätzungen von BÖRSE ONLINE kommen die DAX-Konzerne 2010 zusammen auf Gewinne von 58,1 Mrd. Euro. Das ist eine Steigerung um 117 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Und im gerade angelaufenen Jahr rechnen wir mit einem weiteren Zuwachs auf insgesamt 66,7 Mrd. Euro. 2012 erwarten wir dann mit einer Gewinnsumme von 74,3 Mrd. Euro die Einstellung des Rekords aus dem Jahr 2007. Und zumindest diese Zahl rechtfertigt ein neues Allzeithoch im DAX.
Rückendeckung für unsere Sicht bekommen wir von Roland Berger. Der Grandseigneur unter den Unternehmensberater sieht vor allem kurzfristig „noch Kurspotenzial bei den deutschen Blue Chips“. Besonders begeistert ist Berger von BASF und VW, die auch in den Schwellenländern stark engagiert sind. Für beide Unternehmen spricht auch ihre gute Informationspolitik. In unserer Umfrage „Beste Investor Relations Deutschland“, die wir bereits zum achten Mal durchgeführt haben, gewinnt in der DAX-Kategorie VW knapp vor BASF. Auf Platz drei schiebt sich die Münchener Rück. Von allen deutschen Börsengesellschaften, die in einem Index vertreten sind, bekommt der TechDAX-Wert Aixtron die besten Noten. Er schafft es im Gesamtklassement vor dem MDAX-Unternehmen IVG Immobilien und den beiden SDAX-Gesellschaften MVV Energie und Cewe Color auf den ersten Platz.
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Stefanie Burgmaier, BÖRSE ONLINE |
Stefanie Burgmaier ist Chefredakteurin des Anlegermagazins Börse Online. In dieser Funktion ist die gelernte Bank- und studierte Diplom-Kauffrau auch für den Internetauftritt www.boerse-online.de und das Anlegerschutzportal www.graumarktinfo.de verantwortlich. Das Magazin, das sich mit Aktien, Zertifikaten, Fonds, Anleihen und Privaten Finanzen beschäftigt, erscheint jeden Donnerstag. Neukunden erhalten ein vierwöchiges Probeabonnement zum Vorzugspreis.
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