Kommentar: Goldpreisrücksetzer sind Kaufgelegenheiten



14:00 07.12.09

Kommentar: Goldpreisrücksetzer sind Kaufgelegenheiten Der Abschwung des Goldpreises setzt sich auch heute fort. 1.141,85 US-Dollar kostet eine Unze des gelben Metalls derzeit „nur noch“, nachdem es am Donnerstag noch rund 1.220 Dollar pro Unze waren.

Auslöser für den Rücksetzer waren die am Freitag veröffentlichten Arbeitsmarktdaten aus den USA, die deutlich besser ausfielen als erwartet und nur einen Abbau von 11.000 für November auswiesen, während Ökonomen von 114.000 Stellenstreichungen ausgegangen waren. Gleichzeitig wurde bekannt, dass die Arbeitslosenquote von 10 auf 10,2 Prozent gefallen war. Darauf hin kamen sofort Spekulationen auf, dass die US-Notenbank Fed bereits Mitte des kommenden Jahres beginnen könnte, die Zinstrate, die derzeit auf historisch niedrigem Niveau bei 0 – 0,25 Prozent steht, wieder anzuheben.

Entsprechend legte der US-Dollar direkt nach Bekanntgabe der Daten einen starken Rebound hin, als dessen Konsequenz viel Investoren ihre Goldbestände abstießen. Diese Entwicklung ist natürlich positiv für die Goldbären, insbesondere die New Yorker Banken, die immer noch hohe Shortpositionen halten, und es scheint als würde die Range zwischen 1.200 und 1.300 Dollar einen starken Widerstand darstellen, sodass etwas mehr Druck auf den Goldpreis zu erwarten sein könnte. Allerdings sind wir der Ansicht, dass dies eher eine kurzlebige Entwicklung sein dürfte, sodass jede Korrektur als Kaufgelegenheit zu betrachten wäre.

Davon geht wohl auch der weltgrößte Goldproduzent Barrick Gold aus, der bereits am ersten November bekannt gegeben hatte, dass man alle Goldhedges beseitig habe, was es dem Unternehmen nun erlaubt, voll von steigenden Goldpreisen zu profitieren.



Betrachtet man die jüngsten Entwicklungen am Goldmarkt, erhält man eine bessere Perspektive auf diesen Aufwärtstrend des Goldpreises. Es war eine Veränderung in der Einstellung der Zentralbanken zu sehen, die jetzt zum ersten Mal seit 22 Jahren Nettokäufer und nicht mehr Verkäufer sind. Die großen Goldproduzenten sind lange nicht mehr so versessen darauf, ihre Produktion durch Hedges abzusichern. Und die Schulden der US-Regierung steigen in bisher nicht gekannte Höhen, während Länder wie Russland, Indien, China, Japan und Korea immer unwilliger sind, weitere US-Schatzbriefe zu erwerben. Was wiederum wohl bedeutet, dass den USA kein anderer Weg bleibt, ihre Schulden zu finanzieren, als immer mehr Geld zu drucken. Und das entwertet die US-Währung natürlich weiter. Insgesamt bedeutet das, dass es zwar immer mal wieder einen Rebound im US-Dollar geben mag, langfristig der Trend aber eindeutig nach unten zeigt – und der Aufwärtstrend des Goldpreises so weitere Unterstützung erfahren sollte.

Seit Juli dieses Jahres ist der Goldpreis bereits um 30 Prozent gestiegen. Wir rechnen zwar damit, dass sich der Preis für das gelbe Metall in diesem Abschnitt noch bis auf 1.300 Dollar pro Unze entwickelt, doch scheint um die Marke on 1.200 Dollar Widerstand zu bestehen. Sollte das Hoch dieses Preisabschnitts bereits bei rund 1.225 USD pro Unze gelegen haben – und nicht die 1.300 Dollar erreichen – und sich die Korrektur von dort noch ausweiten, könnte der Goldpreis noch bis auf 1.100 USD pro Unze fallen. Wir rechnen aber damit, dass der Goldpreis bereits zwischen 1.125 – 1.150 Dollar je Unze Unterstützung sehen könnte.

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Autor: Björn Junker Björn Junker,
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verfügt über langjährige Erfahrung im Rohstoffsektor. Von seinem analytischen Einschätzungsvermögen sowie seinem Gespür für erstklassige Investments will GOLDINVEST.de vor allem profitieren. Durch seine Erfahrung im Bereich Corporate Communications versteht Herr Junker auch die Sprache der Unternehmen, die er beobachtet und analysiert. GOLDINVEST.de bietet Hintergrundberichte und aktuelle Kommentare zum Geschehen an den Rohstoffmärkten und verfolgt die Entwicklung ausgewählter Minengesellschaften aus dem Bereich der Edelmetalle, Basismetalle und sonstiger Rohstoffe. Weitere Informationen finden Sie unter: www.goldinvest.de

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