Jüngst gab es eine sehr schöne Auszeichnung für die BASF SE. Der Ludwigshafener Konzern hat laut dem renommierten US-Wirtschaftsmagazin Fortune von allen deutschen Unternehmen weltweit das höchste Ansehen und belegt in der Chemiebranche international ebenfalls den ersten Platz. Die viel beachtete Liste der „World’s Most Admired Companies” wird jährlich von Fortune erstellt. Hierzu werden circa 700 Unternehmen weltweit in den Kategorien Produkt- und Servicequalität, globale Wettbewerbsfähigkeit sowie Qualität des Managements unter die Lupe genommen. Der DAX®-Konzern steht nun aktuell wie gesagt an der Spitze dieser Liste. Das zeigt, was für ein nachhaltiger und gut aufgestellter Konzern BASF ist.
Untermauert wird dies durch die jüngsten Geschäftszahlen. Der Chemiekonzern konnte mit 2010 ein Spitzenjahr abschließen. Der Umsatz wurde um 26% auf 63,87 Mrd. Euro gesteigert. Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter belief sich auf 4,56 Mrd. Euro, gegenüber 1,41 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2009. Das Portfolio wurde zudem mit der Integration der Ciba-Aktivitäten und dem Erwerb von Cognis weiter optimiert. Der Konzern will nun eigenen Angaben zufolge 2011 bei Umsatz und Ergebnis der Betriebstätigkeit die Spitzenwerte des Jahres 2010 signifikant übertreffen.
BASF könnte gerade für Langfristanleger eine gute Wahl sein. Dies nicht nur deshalb, weil der Konzern im Vergleich zu seinen Branchen-Mitbewerbern eine attraktive Dividendenpolitik verfolgt – für das Jahr 2010 soll die Ausschüttung an die Aktionäre um 30% angehoben werden. Auch die Charttechnik sendet derzeit positive Signale.
Die BASF-Aktie befindet sich in einer langfristigen Aufwärtsbewegung, die durch die Finanzkrise vorübergehend unterbrochen wurde. Am 7. März 2006 notierte der Kurs bei 31,16 Euro, am 7. März 2007 bei 39,00 Euro. Im Januar 2008 erreichte sie ihr damaliges Allzeithoch bei 52,87 Euro, bevor die Wirtschaftskrise einen massiven Abschwung einleitete. Am 7. März 2008 lag die Notiz bei 41,64 Euro. Ihr Tief erreichte die BASF-Aktie im Oktober 2008 bei 17,85 Euro.
Am 6. März 2009 lag die Notierung bei 20,74 Euro, bevor es mit dem Beginn des Bullenmarktes zu einer dynamischen Aufwärtsbewegung kam. Am 5. März 2010 notierte die Aktie wieder auf einem Niveau von 43,10 Euro und kletterte bis April letzten Jahres bis auf ein vorläufiges Hoch bei knapp 49 Euro. Nach einer ausgedehnten Konsolidierung gelang Anfang November der nachhaltige Ausbruch über das alte Rekordhoch von Anfang 2008 bei knapp 53 Euro.
In der Folge setzte die Aktie ihren Anstieg fort und markierte im Dezember bei 61,88 Euro ein neues Allzeithoch. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang bis auf gut 54 Euro Ende Januar drang der Kurs Mitte Februar sowie Anfang März jeweils bis knapp unter seinen Höchststand vor, der Anstieg auf neue Hochs blieb bislang aber aus. Nun steht die Aktie erneut in der Nähe ihres Rekordhochs. Gelingt der Ausbruch, könnte sich aus charttechnischer Sicht weiteres Kurspotenzial eröffnen. Risikobereite Anleger könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DE5KKR) auf einen weiteren Anstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,59, das Stop-Loss-Niveau bei aktuell 46,25 Euro.
Prallt
die BASF-Aktie dagegen an der massiven Widerstandszone bei rund
62 Euro erneut
nach unten ab, könnte dies zunächst eine Korrektur nach sich
ziehen.
Charttechnische Unterstützungen liegen für diesen Fall bei rund
58 Euro sowie
bei gut 54 Euro. Auf fallende Notierungen könnten spekulative
Anleger mit dem
Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE3RB4) setzen. Der Hebel
beläuft sich hier
aktuell auf 3,03, das Stop-Loss-Niveau liegt derzeit bei 75,40
Euro.
Stand: 09.03.2011
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Nicolai Tietze, X-markets Team Deutsche Bank |
Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Team der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.
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