Drei Wochen nach dem Ausbruch der japanischen Katastrophe ist in den dreihundert realen Depots (Vermögen: 3,2 Mio. Euro), die das Frankfurter Ranking-Institut firstfive laufend analysiert, vorsichtige Normalität eingezogen. Viele Kennzahlen (Umsätze, Gewinne etc.) sind wieder im normalen Bereich. Lediglich der anhaltende Verkauf von Aktien sowie der steigende Derivateanteil lassen noch so etwas wie eine krisenhafte Zuspitzung erahnen. Die hohe Liquidität, die die Vermögensverwalter in der vorletzten Woche angehäuft hatten, wurde zu einem guten Teil schon wieder investiert. Aus Japan hielt man sich dabei allerdings fern. Der Fokus der Investments lag klar in Europa. Gekauft wurden marktbreite Titel wie etwa die französische Bank Societe Generale. Auch Nordamerika gerät wieder stärker in den Fokus der Verwalter. Meistgekaufter Titel dort: Goldcorp.
Der EuroStoxx 50 war die Basis der meisten Investmententscheidungen in Derivaten. Allein in 15 Depots wurden Discount- oder Bonus-Zertifikate gekauft, die vom wichtigsten europäischen Börsenbarometer abhängen. Ein Verwalter dazu: „Weltweit gibt es jetzt so etwas wie einen Rückzug in die Heimatregion. Für einen europäischen Anleger spielen dabei natürlich insbesondere die Six Pack Beschlüsse zur Sicherung des Euros eine Rolle.“ Der endgültige Übergang in die Transferunion lasse zwar nicht auf mehr Währungsstabilität, aber auf höheres Wachstum hoffen.
Die Aktionen der Verwalter fanden vor dem Hintergrund der fortlaufenden Katastrophe in Japan und Libyen statt. Die Börsen erholten sich trotz der Ungewissheit deutlich. Der DAX gewann unter dem Strich 300 Punkte oder fünf Prozent. Der japanische Nikkei verbesserte sich ebenfalls um etwa 300 Punkte.
Jürgen Lampe, firstfive AG, mehr Informationen über aktuelle Depotentscheidungen im firstfive Newsletter, www.firstfive.com.
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Jürgen Lampe, firstfive |
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