Quelle:
http://www.hebelzertifikate-trader.de
Die Europäische Zentralbank hat die Aktienmärkte bereits vor der
Naturkatastrophe in Japan auf eine Zinswende vorbereitet. Während zuletzt
noch darüber gerätselt wurde, ob die Zinsanhebung in dieser Woche
wirklich kommt, legen die Inflationszahlen diesen Schritt durchaus nahe.
Die Märkte sind allerdings darauf vorbereitet, so dass eine Anhebung um
25 Basispunkte sicherlich keine Überraschung mehr bietet. Allerdings
stellt sich die Frage, was danach kommt. Schließlich möchte man mit dem
Zinsschritt (und den darauf folgenden) die Inflation wieder einfangen und
mit einer Anhebung um 25 Basispunkte wird dies sicherlich noch nicht
gelingen.
Hilft der Euro?
Da die US-Notenbank aktuell von einer Zinsanhebung noch weit entfernt
scheint, die EZB aber in dieser Woche bereits die Zinswende einläuten
dürfte, ist von einem weiteren Anstieg des Währungspaares Euro zu
US-Dollar auszugehen. Bei einem nachhaltigen Ausbruch aus der aktuell
kurzfristigen Seitwärtstendenz bzw. bei einem Überwinden des
Zwischenhochs vom vergangenen November und somit bei einem Anstieg über
rund 1,43 US-Dollar rückt dann das bisherige Allzeithoch bei knapp über
1,50 US-Dollar wieder ins Visier. Sollte der Kurs aber auch darüber
ansteigen, würde der EZB der Druck für weitere Zinsanhebungen etwas
genommen werden. Insgesamt zeigt die Richtung aktuell beim Euro aber
vorerst weiter nach oben, so dass man zumindest von einem baldigen Test
des bisherigen Allzeithochs nicht überrascht sein sollte. Im
Hebelzertifikate-Trader hatten wir daher eine Long-Strategie (WKN DE4VMA)
vorgestellt, die auf aktuellem Niveau immer noch kaufenswert ist.
Vorsichtig sollte man aber werden, wenn der Euro gegenüber dem Greenback
wieder unter die Marke von 1,40 US-Dollar rutscht, da sich damit ein
kurzfristiges Verkaufssignal ergeben würde.
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S. Feuerstein, Hebelzertifikate-Trader |
Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.
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