BASF: Öl fließt in die Kasse



11:07 05.04.11

"Wir wollen unseren Umsatz signifikant steigern und das Ergebnis kräftig verbessern", sagte Rainer Seele, der Chef des größten deutschen Öl- und Gaskonzerns Wintershall, vergangene Woche auf der Bilanzpressekonferenz in Kassel. Er rechne 2011 mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 90 Dollar nach rund 80 Dollar im vergangenen Jahr. "Im Gashandel werden wir von der steigenden Nachfrage profitieren, nachdem es in den vergangenen beiden Jahren noch ein Überangebot gab", sagte Seele. Er geht davon aus, dass die Nachfrage Japans nach Flüssig-Erdgas steigt. Im Gasgeschäft hofft Wintershall zudem auf Rückenwind von der kürzlich vertieften Kooperation mit dem russischen Gazprom-Konzern. BASF beteiligt sich mit 15 Prozent an dem Konsortium South Stream, das eine Erdgas-Pipeline unter dem Schwarzen Meer betreiben und russisches Gas nach Südeuropa transportieren will. Zudem erschließen beide Konzerne weitere Gasvorhaben in Sibirien, von denen sich Wintershall eine Produktion von über acht Milliarden Kubikmeter pro Jahr verspricht. "Damit würde Wintershall ihre Erdgasproduktion in Russland signifikant steigern", erklärte das Management.

Wintershall musste im Februar wegen der Kämpfe in Libyen die Förderung in der Wüste aus Sicherheitsgründen einstellen und produziert derzeit kein Öl mehr in dem Land. Ob und wann die Förderung in Libyen wieder aufgenommen werden kann, sei völlig offen, erklärte der Konzern, der sein Engagement in der Region jedoch trotz der politischen Unruhen ausbauen will. "Wir bleiben aber im arabischen Raum", sagte Seele. Zudem soll die Ölproduktion mit Partnern in Russland und Norwegen erhöht werden, um die fehlenden Mengen aus Libyen auszugleichen. Im vergangen Jahr fielen die Wintershall-Erlöse vor allem wegen gefallener Gaspreise auf dem europäischen Markt um 565 Millionen auf 10,8 Milliarden Euro. Damit trug Wintershall aber immerhin knapp 17 Prozent zum Umsatz des Mutterkonzerns BASF bei. Der Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter stieg um 211 auf 923 Millionen Euro.

Optimistische Anleger, die weiter auf gute Geschäfte des Mutterkonzerns BASF setzen, können dies über Bonuspapiere mit Bonuschance tun. Dazu bieten sich Aktienanleihen für jene Anleger, die mit fixem Kupon dabei sein wollen und eher vorsichtig gestimmt sind. Die BASF-Aktie zeigt auf 5 beziehungsweise ein Jahr eine Performance von plus 97 und plus 32 Prozent an. Beim Erwerb eines Zertifikats sollten Anleger unbedingt auf die Bonität und damit auf das Ausfallrisiko des Emittenten achten. Weitere Informationen zu unseren Produkten erhalten Sie unter der kostenlosen Rufnummer 0800 4000 910 oder auf unserer Internetseite www.hsbc-zertifikate.de.

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Autor: Heiko Weyand Heiko Weyand,
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