"Wir wollen unseren Umsatz
signifikant steigern und das Ergebnis kräftig verbessern", sagte
Rainer Seele, der Chef des größten deutschen Öl- und Gaskonzerns
Wintershall, vergangene Woche auf der Bilanzpressekonferenz in
Kassel. Er rechne 2011 mit einem durchschnittlichen Ölpreis von 90
Dollar nach rund 80 Dollar im vergangenen Jahr. "Im Gashandel
werden wir von der steigenden Nachfrage profitieren, nachdem es in
den vergangenen beiden Jahren noch ein Überangebot gab", sagte
Seele. Er geht davon aus, dass die Nachfrage Japans nach
Flüssig-Erdgas steigt. Im Gasgeschäft hofft Wintershall zudem auf
Rückenwind von der kürzlich vertieften Kooperation mit dem
russischen Gazprom-Konzern. BASF beteiligt sich mit 15 Prozent an
dem Konsortium South Stream, das eine Erdgas-Pipeline unter dem
Schwarzen Meer betreiben und russisches Gas nach Südeuropa
transportieren will. Zudem erschließen beide Konzerne weitere
Gasvorhaben in Sibirien, von denen sich Wintershall eine
Produktion von über acht Milliarden Kubikmeter pro Jahr
verspricht. "Damit würde Wintershall ihre Erdgasproduktion in
Russland signifikant steigern", erklärte das Management.
Wintershall musste im Februar wegen der Kämpfe in Libyen die
Förderung in der Wüste aus Sicherheitsgründen einstellen und
produziert derzeit kein Öl mehr in dem Land. Ob und wann die
Förderung in Libyen wieder aufgenommen werden kann, sei völlig
offen, erklärte der Konzern, der sein Engagement in der Region
jedoch trotz der politischen Unruhen ausbauen will. "Wir bleiben
aber im arabischen Raum", sagte Seele. Zudem soll die Ölproduktion
mit Partnern in Russland und Norwegen erhöht werden, um die
fehlenden Mengen aus Libyen auszugleichen. Im vergangen Jahr
fielen die Wintershall-Erlöse vor allem wegen gefallener Gaspreise
auf dem europäischen Markt um 565 Millionen auf 10,8 Milliarden
Euro. Damit trug Wintershall aber immerhin knapp 17 Prozent zum
Umsatz des Mutterkonzerns BASF bei. Der Jahresüberschuss nach
Anteilen Dritter stieg um 211 auf 923 Millionen Euro.
Optimistische Anleger, die weiter auf gute Geschäfte des
Mutterkonzerns BASF setzen, können dies über Bonuspapiere mit
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