Das chinesische Wachstum ist nicht totzukriegen. Seit über einem
Jahr bemüht sich die Regierung zwar, die wirtschaftliche Dynamik
abzuschwächen. Die Maßnahmen zur Drosselung waren zahlreich. Der
Immobilienmarkt etwa wurde stark reguliert, und die Kreditvergabe
für Hauskäufer deutlich eingeschränkt. Daneben wurden die
Mindestreservesätze für die Banken auf inzwischen bis zu 20,5
Prozent angehoben, um das Geldmengenwachstum zu bremsen. Der
Leitzins wurde ebenfalls schon mehrmals erhöht, und befindet sich
inzwischen bei über 6 Prozent.
Bisher hat alles nichts geholfen. Im ersten Quartal wuchs Chinas
Bruttoinlandsprodukt um 9,7 Prozent. Damit lag die Zuwachsrate nur
unwesentlich unter dem Niveau des Vorquartals, das sich bei 9,8
Prozent befand. Die Prognosen der meisten Volkswirte wurden deutlich
übertroffen. Enorm hoch robust weiterhin etwa die
Investitionstätigkeit. Bei den Sachinvestitionen ergab sich
gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 25 Prozent. Daneben stieg die
Industrieproduktion um 15 Prozent. Das Wachstum bei den heimischen
Einzelhandelsumsätzen zog im März wieder auf 17 Prozent an.
Was beflügelt dieses einzigartige Wirtschaftswachstum in China? Es
sind mehrere Faktoren, die hier momentan zusammenwirken:
Exporte: Die Erholung der globalen Konjunktur hat lange auf
sich warten lassen. Das bedeutet auch, dass die Nachfrage aus dem
Westen nach chinesischen Produkten erst jetzt wieder richtig
anzieht. Im März etwa stiegen Chinas Exporte um überraschend hohe
35,8 Prozent, während die meisten Analysten hier eigentlich mit
einem Rückgang des Anstiegs gerechnet hatten.
Modernisierung und Produktivitätssteigerungen: Chinas
Industrie und die wirtschaftliche Struktur ist teilweise noch
rückständig. Dies bedeutet umgekehrt aber auch, dass
Modernisierungen und Investitionen in der Regel zu besonders hohen
Produktivitätssteigerungen und Wohlfahrtseffekten führen.
Binnennachfrage: Der Binnenkonsum spielt eine immer
wichtigere Rolle. Der chinesische Mittelstand wird größer, und die
Löhne wachsen stark. Zudem ist es erklärte chinesische
Regierungspolitik, die breiten Massen künftig mehr an den Früchten
des Wirtschaftswachstums zu beteiligen.
|
Rainer Hahn, Emfis GbR |
Rainer Hahn ist seit zehn Jahren in Asien auf der Suche nach den interessanten Investmentmöglichkeiten. Bis Mai 2011 war Rainer Hahn CEODer EMFIS GbR, den führenden Börsenportal für Nachrichten zu den Emerging Markets.
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
Devin Sage TXA ... Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (16:06) |
|
|
Erfolgreicher Börsengang !!! Bernd Niquet, Autor (11:14) |
|
|
DAX & Facebook ... Frank Sterzbach, Finanzen & Börse (11:10) |
|
|
Dow Jones alles auf ... Jochen Steffens, Stockstreet GmbH (10:28) |
|
|
GOLD: Baldiges Ende ... Günther Artner, CFA - Erste Group B. (10:03) |
|
|
Hüfners ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (09:33) |
|
|
Ungarn-Anleihe: Mögliche ... Sven Krupp, (09:02) |
|
|
DAX: Weiterer ... S. Böhm, DaxVestor (07:30) |
|
|
US-Dollar: Vorläufiges ... Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader (07:23) |
|
|
Nullzins-Anleihe ... Sabine Traub, Börse Stuttgart AG (07:08) |
|
|
Bellhaven Copper & ... Stefan Bender, silbernews (25.05.12) |
|
|
Euro-BTP-Futures: Forza ... Dirk Friczewsky, Tradingstrategien (25.05.12) |
|