Quelle:
http://www.hebelzertifikate-trader.de
Wer kennt ihn nicht, den Spruch von Gordon Gekko im Spielfilm
Wallstreet. Und auch im zweiten Teil zeigt Gekko alias Michael Douglas,
dass sich mit Gier durchaus Geld verdienen lässt. So ganz utopisch ist
das nicht, betrachtet man sich beispielsweise den jüngsten Zukauf von
Microsoft. Noch nie hat das Unternehmen für eine Übernahme so viel Geld
auf den Tisch gelegt wie mit dem Kauf von Skype, das Microsoft immerhin
die beachtliche Summe von 8,5 Mrd. US-Dollar wert war. Beachtenswert ist
der Deal aber nicht nur aufgrund des Betrags, sondern vielmehr, weil
Skype bislang Verluste macht. Irgendwie drängen sich da Parallelen zur
Jahrtausendwende auf!
Jede Idee ist bares Geld wert die Gier funktioniert eben doch!
Alles richtig gemacht, könnte man daher Skype-Chef Tony Bates
attestieren. Doch voraussichtlich hätte Bates noch mehr Geld
eingesammelt, wenn er aktuell direkt an die Börse gegangen wäre. Allein
im ersten Quartal dieses Jahres überschütteten die Wagnisfinanzierer
Unternehmen mit mehr oder weniger guten Ideen geradezu mit Geld
gegenüber dem Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres ein Zuwachs von
76 Prozent! Sofern das Unternehmen irgend etwas mit Internet, Web 2.0
usw. zu tun hat, idealerweise noch ein so genanntes App sein Eigen
nennt, kann der Geldregen beginnen. Vor rund zwölf Jahren musste man mehr
oder weniger den Namen um ein .com erweitern und die Geldader sprudelte
zumindest bis man erkennen musste, dass eben alles irgendwann einmal zu
Ende geht. Und der Fall umso tiefer ist, je größer vorher die
Übertreibung war! Auch damals wurden Unternehmen nicht nur von den
klassischen Wagniskapitalgebern auf eine vage Vision hin mit Geld
überschüttet. Diesen Trend griffen in der Endphase auch immer mehr
Kleinanleger auf, die sich von den unglaublichen Szenarien blenden
ließen. Was im Anschluss geschehen ist, ist bekannt und den Neuen Markt
gibt es seit Jahren nicht mehr.
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S. Feuerstein, Hebelzertifikate-Trader |
Stephan Feuerstein ist Chefredakteur des Hebelzertifikate-Traders (www.hebelzertifikate-trader.de) und Herausgeber des Strategie-Traders (www.strategie-trader.de). In beiden Briefen steht das Trading mit Derivaten im Vordergrund, wobei alle Trades jeweils am Vortag angekündigt werden und beim Hebelzertifikate-Trader in einem Echtgeld-Musterdepot real gehandelt werden.
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