Ob es die Vertriebsvereinbarung mit dem US-Computerriesen IBM in Sachen CANCOM-AHP-Private-Cloud-Lösung ist, die Auszeichnung für das beste Systemhaus in Deutschland 2010 oder der IBM Bestseller Award 2010 – CANCOM ist an vielen Fronten unterwegs, um das Geschäft zu forcieren.
Dass das Geschäft von CANCOM hoch skalierbar ist, haben die Ertragsziffern des ersten Quartals gezeigt. Bei einem Umsatzwachstum von 23,4 Prozent auf 141,4 Mio. Euro ist das EBIT um mehr als 100 Prozent auf 3,8 Mio. Euro gestiegen. Besser kann man es kaum machen.
Die Tatsache, dass CANCOM mit einem erwarteten Umsatz von 600 Mio. Euro im laufenden Jahr unangefochten auf Platz 3 der Systemhäuser in Deutschland liegt, eröffnet die Chance, dass man an immer größere Aufträge herankommt. CANCOM hat genügend Infrastruktur aufgebaut, um von großen Kunden als Partner auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden.

Dazu kommt der kontinuierliche Ausbau des Service-Geschäftes. Mit diesen wiederkehrenden Einnahmen, die mittlerweile fast zwei Drittel des Rohertrages ausmachen, hat CANCOM einen stabilen Ertragspfeiler, der auch in schwächeren Phasen auf einem hohen Niveau bleiben wird. Auch die gute Konjunktur, die CANCOM Zusatzgeschäfte beschert, mit denen vor einigen Monaten noch nicht gerechnet worden ist, treibt das Umsatzwachstum voran. Kein Wunder, dass die Analysten jubeln.
Die Durchschnittsschätzungen für das laufende und das kommende Jahr liegen beim Ergebnis je Aktie bei 97 Cent bzw. 1,12 Euro. In den letzten Updates hat Hauck & Aufhäuser in Hamburg die Schätzung angehoben und das Kursziel von 15 Euro für die CANCOM- Aktie bestätigt. Auch Independent Research sieht den fairen Wert der Aktie nun bei 14,50 Euro. Mit Allianz Global Investors hat CANCOM in der Zwischenzeit auch einen sehr renommierten Aktionär, dazu kommt JP Morgan mit ca. 5,2 Prozent.
Diese Investoren werden zufrieden sein, denn CANCOM steuert auf ein neues Rekordquartal zu. Marktnahe Kreise gehen davon aus, dass der April der beste Monat in der Unternehmensgeschichte war. Ob dies die Anleger schon gewußt haben, als sie im Februar/März die Notierung auf 11,4 Euro getrieben haben, ist zu bezweifeln, aber sicher ist eines, die Aktie hat im Vergleich zum DAX noch ganz erhebliches Nachholpotenzial.
Ihr Christoph Martin

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