Der Ölpreis ist ein Indikator für die Konjunktur der Weltwirtschaft. Zwar spielt die Nachfrage aus China eine immer bedeutendere Rolle, nach wie vor ist jedoch die Lage in den USA der meist bestimmende Faktor. Nachdem der Ölpreis im letzten Jahr in der Hoffnung auf eine Erholung der US-Ökonomie und der Weltwirtschaft deutlich gestiegen war, tut sich seit Ende April nicht mehr viel beim Öl. Ist der aktuelle Zyklus damit beendet?
Nachfrage und
Spekulation
Es
gibt so manche Argumente für diese These. Die letzten
Konjunkturdaten aus
Amerika waren nicht besonders gut. Skeptiker sehen dies als
Zeichen dafür, dass
sich das Wirtschaftswachstum in den USA bereits wieder
abschwächt.
Ausgewachsene Pessimisten sehen gar einen Rückfall in die
Rezession. Das mag
übertrieben sein, denn einen erneuten Einbruch der US-Konjunktur
kann man aus
den aktuell vorliegenden Daten (noch) nicht herauslesen. Jedoch
auch die Daten
vom Ölmarkt in den USA geben einen Hinweis darauf, dass die
Preise wohl
vorläufig kaum oder nicht mehr weiter steigen werden. Die
Rohöl-Lagerbestände
sind inzwischen über ihren langjährigen Durchschnitt angestiegen
und erreichten
sogar ein Zweijahreshoch. Das spricht dafür, dass es eine
Überversorgung mit Öl
gibt, die sich in den nächsten Wochen durchaus in sinkenden
Ölpreisen
niederschlagen könnte.
Viele Fragezeichen
Ein
Grund dafür, dass der Ölpreis angesichts der gut gefüllten Lager
noch nicht
gefallen ist, dürfte die Lage in Nordafrika und Arabien sein.
Die
Verunsicherung angesichts der Kämpfe in Lybien und der Aufstände
in anderen
Ländern der Region schlägt sich in einer Risikoprämie beim
Ölpreis nieder.
Sollte sich die Lage wieder beruhigen, so wird dies mit hoher
Wahrscheinlichkeit zu einem sinkenden Ölpreis führen. Allerdings
ist die
geopolitische Lage kaum zu prognostizieren. Wer weiß schon, was
im Kopf eines
Potentaten wirklich vorgeht. Kurzfristig könnte der Ölmarkt am
Mittwoch von der
Tagung der OPEC bewegt werden. Derzeit wird darüber spekuliert,
dass die OPEC die
Förderquoten erhöhen könnte, was unter anderem von Saudi-Arabien
angestrebt
wird. Gegen eine Erhöhung stemmt sich insbesondere der Iran. Die
meisten
Analysten gehen jedoch davon aus, dass sich die Saudis
durchsetzen werden. Ein
weiterer Unsicherheitsfaktor für Öl ist der Kurs des Euros und
des Dollars. Ein
schwacher Dollar macht Rohstoffe für Anleger aus dem Euroraum
interessant.
Sollte der Euro weiter zulegen, so könnte sich dies auf den
Brent-Future
stützend auswirken. Letztlich wird jedoch die Nachfrage aus der
Wirtschaft
entscheidend sein, wie sich der Ölpreis entwickelt – und dass
die US-Konjunktur
auf wackeligen Füßen steht, ist nach den jüngsten Daten wieder
deutlicher
geworden.
Fazit:
Beim
Öl scheint die Tendenz nach unten zu gehen – vorausgesetzt es
gibt keine neuen
Konflikte in Förderländern. Allerdings ist auch eine
Seitwärtsbewegung auf dem
aktuellen Niveau möglich. Im DaxVestor zeigen wir Ihnen, wie Sie
auf ein
solches Zukunftsszenario spekulieren und dabei eine Rendite von
knapp 30
Prozent bis Jahresende erzielen können.
Lesen Sie darüber
hinaus im aktuellen DaxVestor:
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Erfolgreiche
Investments wünscht
Ihr
Stefan
Böhm
Chefredakteur
DaxVestor
http://www.dax-vestor.de
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S. Böhm, DaxVestor |
Der DaxVestor ist Deutschlands großer DAX-Börsenbrief und legt seinen Fokus auf Aktien, Optionsscheine und Hebelzertifikate. Es wird eine reines DAX-Musterdepot geführt, welches von Stefan Böhm gemanaged wird. Der diplomierte Volkswirt verfügt über langjährige Erfahrung und ausgezeichnete Referenzen im Bereich Aktien und Derivate. Mehr Informationen über das vielfältige Leistungsangebot und weitere Zusatzleistungen erhalten Sie unter www.dax-vestor.de.
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