Reis: Getreidepreise im Sinkflug mit den Märkten



15:50 25.06.11

Die Rohstoffmärkte sind im Zuge der Rückkehr der Risikoaversion in nahezu allen Bereichen deutlich eingeknickt. Rohöl der Sorte WTI handelt um Kurse von 91-92 US-Dollar das Barrel, Brent Crude Oil sinkt teils bis auf 107 US-Dollar das Barrel. Auch bei den Edelmetallen ist nach der US-Notenbanksitzung vom Mittwoch und der Ankündigung einer Denkpause seitens der FED - was zumindest das Thema "Quantitative Easing" angeht, die Luft raus. Gold und Silber purzeln derzeit deutlich. Auch Platin und Palladium haben stärkere Abgaben zu verzeichnen. Bis auf Blei notieren alle Industriemetalle stark im Minus. Bis auf Baumwolle sieht es bei den Agrarrohstoffwerten auch nicht rosig aus. Auch hier färben sich die Kurszettel durch die Bank blutrot. Besonders stark rutschen Zucker und die Getreidesorten ab. Gerade Weizen und Mais haben in den letzten Handelstagen eine gewaltigen Kursrutsch hinter sich gebracht, der fundamental bei weitem nicht gerechtfertigt ist. Selbst technisch ist Weizen derzeit schon im stärker überverkauften Sektor angekommen. Mais hat technisch betrachtet noch etwas Luft für weitere Kurskorrekturen, doch auch hier wird der Abrutsch begrenzt bleiben. Bei Reis jedoch sieht es technisch nun nach einem Aufsetzer auf der langfristigen Aufwärtstrendlinie aus. Hier kann sich der Basiswert Reis stabilisieren und Luft für einen erneuten Ausbruch über die Kursmarke von 15,00 USc holen.

Reis ist und bleibt gefragt

Blicken Sie nach Asien und sie sehen die steigende Nachfrage nach Reis. Reis wir zu 70 Prozent in Asien angebaut und auch größtenteils dort verbraucht. Rund 1,3 Milliarden Chinesen und über 1,2 Milliarden Inder stehen schon für einen beträchtlichen Nachfragefaktor, dann kommen noch ca. 230 Millionen Indonesier dazu und rund 130 Millionen Japaner - den Rest Asiens lassen wir mal unter den Tisch fallen. 2,85 Milliarden Menschen in gerade mal vier Ländern sind nicht gerade wenig. Diese Menschen ernähren sich zum größten Teil auch von Reis. Mit steigendem Wohlstand verzehrt man natürlich nicht nur Reis, doch man wird Reis weiter beigeben und essen. Die Nachfrage bricht also nicht von heute auf morgen deutlich ein. Durch die Unwetter der letzten Jahre und auch gerade der Dürren der letzten Monate ist ein starker Preisrückgang in hohem Ausmaß bei den Getreidesorten Reis, Mais und Weizen umso verwunderlicher und wie es scheint tatsächlich rein technisch und marktbedingt zu sehen. Der Markt verdaut die Hiobsbotschaften rund um die Euro-Schuldenkrise, die einknickenden Märkte und die weitere Rohstoffkursfantasie, die zuvor durch Ben Bernankes lockere Geldpolitik und seinem "Quantitative-Easing-Programm 1 + 2" so angefacht wurde und jetzt mit der Denkpause der FED pausiert - man gibt sich reserviert und sprich nicht die Bohne von einem QE3! . Diese Rally nahm nun dadurch ein jähes Ende. Einbrechende Preis in dieser Stärke sind jedoch nicht gerechtfertigt und auch mit den doch relativ leeren Lagern nicht zu erklären. Die Preise werden folglich wieder steigen.



Den ganzen Artikel inkl. Chart und Technischer Analyse lesen Sie hier: Reis: Getreidepreise im Sinkflug mit den Märkten

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Über den Autor
 
Autor: Dirk Friczewsky Dirk Friczewsky,
Tradingstrategien

Dirk Friczewsky ist Trader und Analyst bei Friczewsky Financial Markets. Aktien, Anleihen, Devisen, Indizes und Rohstoffe werden einem Marktscreening mittels der Technischen Analyse unterzogen und daraus nachhaltige Tradingstrategien entwickelt. Je nach Marktlage sind die Trading-Setups für Daytrading oder für mittelfristige bis langfristige Investitionen geeignet. Mehr Informationen unter www.friczewsky.com.

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