Die Marktteilnehmer wurden gestern auf eine wilde Achterbahnfahrt
mitgenommen. Erst ging es rasant abwärts, da die Sorgen um Italien ins
Unermessliche stiegen. Doch dann verlief die Auktion italienischer
Staatsanleihen überraschend positiv. Der Markt drehte nach oben, trotz
Ängste um „Durchfaller“ beim Banken-Stresstest und einem
US-Handelsbilanzdefizit, das zuletzt vor zweieinhalb Jahren so hoch
lag. Am Abend als das Sitzungsprotokoll der letzten Fed-Sitzung
veröffentlicht wurde, hat sich der Stimmungswechsel weiter ausgewirkt.
Die US-Indizes konnten die Pluszone zurückerobern, denn es gab Hinweise
für QE3 – also einem neuen Programm zum Ankauf von US-Anleihen. Dann
zerstörte die Ratingagentur Moody´s die erheblichen Anstrengungen des
Tages. Es gab kein Happy End! Die Bonität Irlands wurde herabgestuft,
und langsam – eigentlich schon lange – muss man sich die Frage stellen,
wer diese Unternehmen lenkt, oder ob diese noch andere Ziel verfolgen –
etwa von der US-Schuldenkrise ablenken. Nicht auszudenken, aber ebenso
wenig unwahrscheinlich: Von deren Aktivitäten, die Märkte extrem
beeinflussen können, könnten einige wenige Marktteilnehmer ebenso
extrem profitieren. Ist ja wie Roulette spielen, wenn die nächste Zahl
bekannt ist. Risiko gleich Null!
Trading-Chancen des Tages
Wie jeden Morgen setze ich mich auch heute mit dem Dax und dem
Währungspaar EUR/USD auseinander. Dies ist meine ganz private Watchlist
mit potenziellen Trades, welche kurzfristig ausgerichtet sind. Hier
gibt es die Trade-Aktivitäten in Echtzeit: Instinkt Trader.
Dax (DAX.I): Marktgerüchte und Beruhigungspillen
Gestern agierte ich nur mit Mini-Positionen. Zweimal ging es auf,
einmal nicht. Die starke Nachmittagsvorstellung beim Dax wurde bei
7.190/7.200 Punkten bzw. der 50er-Durchschnittslinie (blaue Linie)
beendet. Nachlassende US-Indizes in der Schlussphase wirken sich heute
morgen auch bei uns aus. Der Dax wird vorbörslich um 7.150 Punkte
gesehen.
Werden die erwähnten Widerstände überwunden, so gehe ich long. Dann
könnte die starke Vorstellung noch bis 7.300 Punkte ausgedehnt werden.
Fällt der deutsche Leitindex nach zuvor deutlich höheren Notierungen
wieder unter die Unterstützung bei 7.190 Punkten, werde ich short
gehen. Gleiches gilt, wenn es unter 7.155/50 Zählern geht. Auch heute
gehe ich davon aus, dass Marktgerüchte und politische Beruhigungspillen
die Kursbewegungen leiten und weniger die Charttechnik. Ich möchte
daher zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weiteren Trigger-Marken
festlegen – untertägige Anpassungen und Erweiterungen gibt es hier
(Instinkt Trader und CFX Broker Blog).
Gestriges Ergebnis: Gewinn 10 Dax-Punkte
Dax – 30-Minuten-Chart – CFX Trader
Dax (DAX.I): Die Bullen befinden sich weiter auf dem Rückzug.
Weiterhin gilt:
Bei allen Dax-Trades ist zu beachten, dass diese möglichst eng
abgesichert werden. Für mich bedeutet das ein maximaler Verlust von 25
Punkten pro Trade, den ich bereit bin zu erleiden. Bei Trades mit
überschaubarem Kursziel ziehe ich den Stopp aber auch enger an.
EUR/USD: 1,40er-Marke wird umkämpft
Die Herabstufung Irlands auf Ramsch-Niveau hat den Euro wieder unter
die 1,40er-Marke gedrückt, die er nach einem Tagestief bei 1,3835 noch
heldenhaft zurückerobern konnte. Einen Long-Einstieg nehme ich vor,
wenn nach dem Bruch der kurzfristigen Abwärtstrendlinie (rot) auch noch
der horizontale Widerstand bei 1,4025 überwunden wurde. Die nahe
liegenden Widerstände bei 1,4050 und 1,4070 lassen mich aber schnell
Gewinne bzw. Teilgewinne mitnehmen – also genau, wie ich es in den
vergangenen hektischen Tagen gemacht habe und mein Depot so gegen den
Trend zulegen konnte. Short gehe ich, sobald die europäische
Gemeinschaftswährung unter den Support bei 1,3950 gedrückt wird – stößt
sich der Euro dort nach oben ab, so gehe ich long. Aber auch ein Bruch
der Abwärtstrendlinie von oben nach unten, nachdem sich der Euro erst
deutlich nach oben absetzen konnte, lässt mich eine Short-Position
eröffnen.
Gestriges Ergebnis: Gewinn 22 Pips
EUR/USD – 4-Stunden--Chart – CFX Trader
EUR/USD: Vom Tagestief konnte sich der Euro deutlich absetzen.
Wirtschaftsdaten
(darauf sollten Sie heute achten)
10:30 UK: Arbeitsmarktdaten Juni: Arbeitslosengeldbezieher
Prognose: +15.000 Personen zuvor: +19.600 Personen; Arbeitslosenquote
Prognose: 4,6% zuvor: 4,6%
|
Till Kleinlein, Chefredakteur, CFX Trader Kolumne |
Till Kleinlein zeigt, wie auch in schweren Börsen-Zeiten, kurzfristig orientierte Trader Gewinne machen können. Er gewährt im Devisen Monitor Einblick in seine Handelsvorbereitung, die neben einem Überblick über die Marktlage auch Trading-Ideen für den bevorstehenden Handelstag beinhalten. Zusätzlich berichtet er in einem separaten Dienst, dem Instinkt Trader, über seinen Trading-Alltag und kann so noch aktueller auf Marktgeschehnisse hinweisen und weitere Trading-Ideen vorstellen.
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
Devin Sage TXA ... Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (16:06) |
|
|
Erfolgreicher Börsengang !!! Bernd Niquet, Autor (11:14) |
|
|
DAX & Facebook ... Frank Sterzbach, Finanzen & Börse (11:10) |
|
|
Dow Jones alles auf ... Jochen Steffens, Stockstreet GmbH (10:28) |
|
|
GOLD: Baldiges Ende ... Günther Artner, CFA - Erste Group B. (10:03) |
|
|
Hüfners ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (09:33) |
|
|
Ungarn-Anleihe: Mögliche ... Sven Krupp, (09:02) |
|
|
DAX: Weiterer ... S. Böhm, DaxVestor (07:30) |
|
|
US-Dollar: Vorläufiges ... Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader (07:23) |
|
|
Nullzins-Anleihe ... Sabine Traub, Börse Stuttgart AG (07:08) |
|
|
Bellhaven Copper & ... Stefan Bender, silbernews (25.05.12) |
|
|
Euro-BTP-Futures: Forza ... Dirk Friczewsky, Tradingstrategien (25.05.12) |
|