„Behavioral Finance“ heißt die Wissenschaft, die sich mit
systematischen Fehlentscheidungen an Finanzmärkten beschäftigt.
Übersetzen kann man diesen englischen Begriff als
„verhaltensorientierte Börsenpsychologie“. Bei der Untersuchung von
Entscheidungen an Finanzmärkten ist diese Disziplin eine
vergleichsweise junge. Erste Erkenntnisse liegen nur wenige
Jahrzehnte zurück. Sie greift Erklärungen aus der Psychologie auf,
um das oft beobachtete (Fehl-)Verhalten an den Kapitalmärkten von
gestressten, genervten, geängstigten oder getriebenen Anlegern zu
erklären. Wie schon Altmeister André Kostolany wusste: „Börse ist
Geld und Psychologie.“
Niemand handelt rational
Klassische Modelle und Ansätze taugen oft nicht als Anhaltspunkte.
Denn sie gehen von einem rationalen Marktteilnehmer aus, also einem,
der vernünftig, sachlich und unter vollständiger Information
handelt. Seien Sie ehrlich: Das gibt es nur in Hollywood! Keiner
weiß alles und niemand handelt rational, selbst wenn er dies
annimmt. „Behavioral Finance“ weicht deshalb von dieser Annahme ab
und stellt den Menschen so dar, wie er tatsächlich ist – und
handelt. Es gibt nichts, was so verheerend ist, wie ein rationales
Verhalten in einer irrationalen Welt“, wusste schon Ökonom John
Maynard Keynes. In unserer aktuellen Ausgabe beschäftigen wir uns
übrigens mit der Frage, wie Sie als Anleger bittere Fehler vermeiden
können.
Aktien günstig?
Im frühen Handel lag der DAX am heutigen Dienstag mit sage und
schreibe sieben Prozent unter Wasser. Ausverkaufsstimmung. Alles
muss raus. Letzten Endes schloss der Index mit einem marginalen
Verlust von 0,1 Prozent. Freilich: Der Markt kann jederzeit wieder
eine Panikattacke erleiden. Oftmals ist es aber besser, dem
Herdentrieb der Bären, so schwierig dies auch sein mag, zu
widerstehen. Fakt ist: Den USA droht ein Rückfall in die Rezession.
Fakt ist auch: Die Staatsverschuldungen sind immens und die Politik
erscheint ratlos. Doch eines sollte man sich ebenso vor Augen
führen: Nach dem rapiden Kursverfall sind Aktien relativ günstig,
auch dann wenn die Unternehmen ihre Gewinne ob einer zu erwartenden
konjunkturellen Abschwächung ein Stück weit nach unten korrigieren.
|
Frank Sterzbach, Finanzen & Börse |
Der Gratis-Börsenbrief bietet Abonnenten Gewinn bringende Informationen rund um das Themenspektrum Geldanlage, Börse und Finanzen. In jeder Ausgabe erhalten Leser zudem eine "Strategie der Woche". Die Börsentipps werden transparent nachvollzogen und weiterverfolgt. Mehr Informationen und kostenlose Anmeldung unter www.finanzenundboerse.de.
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
Devin Sage TXA ... Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (16:06) |
|
|
Erfolgreicher Börsengang !!! Bernd Niquet, Autor (11:14) |
|
|
DAX & Facebook ... Frank Sterzbach, Finanzen & Börse (11:10) |
|
|
Dow Jones alles auf ... Jochen Steffens, Stockstreet GmbH (10:28) |
|
|
GOLD: Baldiges Ende ... Günther Artner, CFA - Erste Group B. (10:03) |
|
|
Hüfners ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (09:33) |
|
|
Ungarn-Anleihe: Mögliche ... Sven Krupp, (09:02) |
|
|
DAX: Weiterer ... S. Böhm, DaxVestor (07:30) |
|
|
US-Dollar: Vorläufiges ... Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader (07:23) |
|
|
Nullzins-Anleihe ... Sabine Traub, Börse Stuttgart AG (07:08) |
|
|
Bellhaven Copper & ... Stefan Bender, silbernews (25.05.12) |
|
|
Euro-BTP-Futures: Forza ... Dirk Friczewsky, Tradingstrategien (25.05.12) |
|