Die Verunsicherung der Anleger ist in diesen Tagen ähnlich groß wie in der Zeit der Finanzkrise Ende 2008. Allein am Dienstag dieser Woche nahm der Deutsche Leitindex DAX im Handfelsverlauf einen dramatischen Verlust von mehr als sieben Prozent hin und erreichte einen Stand von 5.502 Zählern. Seit Tagen treiben die Schuldenkrisen in den Vereinigten Staaten und in Europa die Anleger in Scharen aus den Aktienmärkten.
Stattdessen suchen sie Zuflucht in als krisensicher geltenden Anlageformen wie Gold und Staatsanleihen. Selbstverständlich steht auch bei den meisten Zertifikate-Anlegern Sicherheit in einem solchen Marktumfeld hoch im Kurs. Vom aktuellen Finanzcrash sind aber – anders als beispielsweise bei Aktien und Fonds – aktuell nur ein Teil der Zertifikate betroffen. Auf der sicheren Seite befinden sich die zahlreichen Anleger, die auf Kapitalschutz- Produkte gesetzt haben. Mehr als 60 Prozent des Marktvolumens in Zertifikate sind derzeit in Papiere mit einem vollständigen Kapitalschutz des Emittenten zum Laufzeitende investiert.
Bei Marktverwerfungen dieser Größenordnung geht es den meisten Privatanlegern nicht primär ums gewinnen, sondern darum Verluste zu vermeiden. Oder anders ausgedrückt: Gewinner sind in dieser Woche sicher diejenigen, die keine massiven Verluste befürchten müssen.
Einmal mehr haben also Kapitalschutz-Zertifikate ihre Vorteile gegenüber anderen Anlageformen unter Beweis stellen können. Unabhängig von den Kurseinbrüchen dieser Woche können sich die sicherheitsorientierten Investoren gewiss sein, am Laufzeitende zumindest den Nennwert zurückzuerhalten und gegebenenfalls bei wieder steigenden Märkten zusätzlich in der vorab definierten Form zu profitieren.
Und selbst bei den risikoreicheren Bonus-Zertifikaten, deren Barriere inzwischen unterschritten wurde, sind die Papiere keinesfalls wertlos. Vielmehr sind die Anleger nach einem Schwellenbruch fast genauso gestellt, als wenn Sie den Basiswert direkt gekauft hätten.
Trotz dieser Tatsachen darf natürlich nicht verschwiegen werden, dass es bei Zertifikaten ein Emittentenrisiko gibt – natürlich auch bei den Papieren mit vollständigem Kapitalschutz.
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Lars Brandau, Deutscher Derivate Verband |
Der DDV ist die Branchenvertretung der führenden Emittenten derivativer Wertpapiere in Deutschland. Die Mitglieder repräsentieren 90% des Gesamtmarktes. Der DDV fördert den Derivatemarkt und somit die Akzeptanz von Zertifikaten, Aktienanleihen und Optionsscheinen. Zu den Zielen des DDV zählen außerdem der Schutz der Anleger und die Verbesserung der Verständlichkeit und Transparenz der Produkte. Weitere Informationen unter: www.derivateverband.de
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