Fresenius Medical Care: Konjunkturunabhängigkeit als Trumpf?



13:48 26.08.11

 

Wer eine gewisse Konstanz am Aktienmarkt in diesen Tagen und Wochen finden möchte, der kommt derzeit an Aktien wie Fresenius Medical Care (FMC) nicht vorbei. Denn während so manche andere DAX®-Aktie mit Verlusten von mehr als 30% in den vergangenen Wochen zu kämpfen hatte, mussten FMC-Anleger circa nur mit der Hälfte der Abschläge auskommen.

 

Das Unternehmen  ist ein weltweit führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für die Dialysetechnik, die bei der Behandlung von Nierenfunktionsstörungen eingesetzt wird. Das in Bad Homburg ansässige Unternehmen entstand 1996 aus dem Zusammenschluss der Dialysis Division der Fresenius AG und dem US-Konzern National Medical Care Inc. Seitdem steht Fresenius Medical Care für Erfolg, wie es scheint. Denn in einem Netz von über 2.700 Dialysezentren weltweit behandelt man mehr als 210.000 Dialysepatienten. Und die Zahl  der Patienten wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter steigen, da die Anzahl der Menschen mit Nierenproblemen ebenfalls steigen wird.  Die Dialyse wird also wohl in den kommenden Jahrzehnten  weitere Standards setzen, da nur wenige Menschen eine Spenderniere bekommen können.

 

Dies kommt, ohne zynisch klingen zu wollen, FMC zu Gute. Das Tochterunternehmen der Fresenius AG zeigte es zuletzt mit seinen Zahlen für das zweite Quartal 2011 auf. Ein Umsatzplus von 8% auf 3,194 Mrd. US-Dollar und ein Anstieg des EBIT um 9% auf 510 Mio. US-Dollar. Dass aber in Zukunft durchaus noch weiteres Gewinnpotential vorhanden ist, zeigen die neuesten Entwicklungen innerhalb des Unternehmens. Denn mit zwei Akquisitionen in den USA mit einem Volumen von mehr als 2 Mrd. US-Dollar will man seine Marktstellung im weltgrößten Markt ausweiten.

 



Die FMC-Aktie selbst, wenn man sie mit dem deutschen Leitindex  vergleicht, auch. Denn im Gegensatz zum DAX hielten sich die Verluste in den Crash-Wochen des Monats August halbwegs in Grenzen. Betrachtet man den Langfristchart der Aktie so könnte man durchaus Parallelen zum Krisenjahr 2009 heranziehen. Während weltweit die Indizes eigentlich nur den Weg gen Süden kannten, konnten sich die Papiere von Fresenius Medical Care und deren Mutterkonzern Fresenius wacker gegen den harten Parkett-Gegenwind halten.

 

Die charttechnische Perspektive erscheint auch aktuell so schlecht nicht zu sein. Die Aktie befindet sich zwar in einer Seitwärtsrange von 44 bis 50 Euro. Schafft sie aber den Ausbruch nach oben, ist die Chance für einen Anstieg bis in die Region von 52 Euro gegeben. Darüber wiederum erscheint das Alltime-High bei 55,77 Euro ebenso wieder ein realistisches Kursziel zu sein.  Risikobereite Anleger könnten mit dem Wave-Call der Deutschen Bank (WKN DB9LW6) auf einen solchen weiteren Kursanstieg spekulieren. Der Hebel dieses Papiers liegt derzeit bei 3,01; die Barriere bei aktuell 31,04 Euro.  Dagegen könnten Anleger auf fallende Kurse wiederum mit dem Wave-Put der Deutschen Bank (WKN DE2Z3T; Hebel aktuell bei 2,49; die Barriere  liegt bei 62,92 Euro) setzen , wenn die FMC-Aktie die Region um 41 Euro nachhaltig nach unten durchbricht.

 

Stand: 26.08.2011

 

Dieses Dokument ist eine Werbemitteilung und die enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Eine Anlage in die genannten Wertpapiere ist mit einem Totalverlustrisiko verbunden und eine Investitionsentscheidung sollte nur auf Grundlage des für die genannten Wertpapiere allein maßgeblichen Prospekts getroffen werden. Dieser kann unter www.xmarkets.de heruntergeladen oder bei der Deutsche Bank AG, CIB, GME X-markets, Große Gallusstraße 10-14, 60311 Frankfurt, kostenfrei angefordert werden.



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Über den Autor
 
Autor: Nicolai Tietze Nicolai Tietze,
X-markets Team Deutsche Bank

Nicolai Tietze ist verantwortlich für die Hebelprodukte des X-markets Team der Deutschen Bank. Vor seinem Einstieg in das X-markets Team war er bei der Deutschen Bank Aktienhändler und dort zuständig für die deutschen Konsumwerte. In seiner Funktion als Derivate-Experte entwickelt er auch Strategie- und Themenzertifikate.

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