STOCK-WORLD-Trading:
Die DAX-Talfahrt hielt auch im üblicherweise schwächsten
Börsenmonat des Jahres – wir berichteten in der vergangenen
Ausgabe über die
tendenzielle September-Schwäche – unvermindert an, denn von den
ersten vier
Handelstagen des neuen Monats konnten die Bullen keine einzige
Sitzung auf
ihrem Konto verbuchen. Schlimmer noch, denn mit dem Rutsch unter
den wichtigen
5500er-Haltebereich am Montag wurden sogar neue Verkaufssignale
initiiert, die
langfristig betrachtet einen Absturz auf 4200/4400 Punkte nach
sich ziehen
könnten. Doch die dunklen Wolken am technischen Horizont scheinen
nun wie
weggeblasen, denn am Mittwoch wurde endlich der heißersehnte
Bullen-Konter
gestartet.
Zwei charttechnische
Effekte wirken jetzt stützend
Mit Tiefstkursen im Bereich von 5.150 Punkten ist der DAX am Dienstag nicht nur auf ein neues Zwei-Jahrestief abgestürzt, sondern hat gleichzeitig auch das 2009er-Juni-Top auf den Prüfstand gestellt. Diese wichtige Haltezone konnte jedoch erfolgreich verteidigt werden, sodass die Kurse wieder nach oben abgefedert sind. Verantwortlich für den überraschenden Kurssprung ist eine technische Gegebenheit, die bislang noch nicht von vielen Tradern identifiziert wurde. So kann zusammen mit den Erholungs-Tops bei 6.106 und 5870 Punkten sowie mit den Crash-Tiefs bei 5.503 und 5.345 ein Abwärtstrendkanal eingezeichnet werden, der in den kommenden Wochen den Ton angeben dürfte. Das heißt, die Marke von 5.100 ist durch die Doppelunterstützung aus 2009er-Juni-Top und unterer Trendkanalbegrenzung ein wichtiger Entscheidungsbereich geworden. Während der Ausverkauf erst unterhalb von 5000/5100 Punkten in eine neue Runde gehen dürfte, besteht oberhalb dieser Stützungszone jetzt die Möglichkeit für eine kurzfristige Erholung. Als ideales Kursziel sollte dabei vorerst die obere Begrenzung des Trendkanals zwischen 5.600 und 5.700 Zählern ins Auge gefasst werden.
Calls sind jetzt Trumpf
Erst wenn der Break aus dem abwärts gerichteten
Kanal
gelingt, würde aus charttechnischer Sicht die Bodenbildung
abgeschlossen werden
und die „eigentliche“ Erholungsbewegung starten. Trifft dieses
Szenario ein,
wären anschließend sogar Notierungen im Bereich von 6.100 Punkten
vorstellbar.
Doch ganz so euphorisch wollen wir nach einem einzigen Gewinntag
noch nicht
werden.
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Sebastian Hoffmann, Prime Quants Financial Analysis |
Sebastian Hoffmann beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Analyse
und Entwicklung von Handelsstrategien und Systemen im End-of-Day- sowie
Intraday-Bereich. Dabei entdeckte der leidenschaftliche Trader ziemlich
früh, dass sich der vollautomatische Ansatz nur bedingt mit dem realen
Marktgeschehen vereinbaren lässt, weshalb sich der gebürtige Münsteraner
in den vergangenen Jahren auf halbautomatische Tradingtechniken
spezialisierte. Als Gründer von Prime Quants Financial Analysis schreibt
er heute zusammen mit Sebastian Jonkisch für institutionelle Unternehmen
aus der Finanzbranche und referiert im Auftrag von namenhaften Banken
auf Anlegermessen wie der Invest in Stuttgart.
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