Wie erwartet ist der griechische Ministerpräsident Giorgos Papandreou diese Woche zurückgetreten und den Weg für eine neue Regierung freigemacht.
Nach mehreren Verhandlungstagen wird der Ex-Notenbankchef Papademos die Übergangsregierung in Griechenland bilden. Das Ziel wird hier erstmal sein, einen kompletten Staatsbankrott zu verhindern und Griechenland so schnell wie möglich wieder auf die Beine zu helfen. Tendenziell soll Papademos bis Ende Februar im Amt bleiben. Spätestens dann sollen Neuwahlen stattfinden.
Um weiterhin auf die Hilfe anderer Staaten zählen zu können werden wir in den nächsten Wochen zusätzliche Spar- und Reformprogramme in Griechenland sehen müssen. Ob die Griechen damit zufriedener sein werden, sei mal dahingestellt. Dass Papademos die Übergangsregierung bilden wird wurde von den Märkten positiv angenommen.
Ob der ehemalige EZB-Vizepräsident kompetenter ist als sein Vorgänger, werden wir in den nächsten Wochen sehen. Fakt ist: Lukas Papademos war es damals, der Griechenland in den Euro geführt hatte. Jetzt wird es seine Aufgabe sein, den Griechen den Euro zu erhalten. Ansehen und Glaubwürdigkeit genießt der Professor aus Harvard aber allemal. Ob es die Bevölkerung in Griechenland genau so sehen wird, bleibt abzuwarten.
Änderung auch in Italien
Nicht nur in Griechenland, sondern auch in Italien dreht sich das Karussell wieder. Der immer stärker unter Druck geratene Silvio Berlusconi hat, wie Papandreou auch, seinen Rücktritt bekannt gegeben. Sobald das Parlament die Spar- und Reformpläne verabschiedet, heißt es „Ciao Berlusconi!“.
Dennoch, ob mit oder ohne Berlusconi, die Krise in Italien scheint sich zuzuspitzen. Am Mittwoch erreichten die Risikoaufschläge italienischer Staatsanleihen Rekordhochs und sorgen weiterhin für Unsicherheit an den Märkten. Neben griechische, irische und portugiesische befinden sich nun auch italienische Staatsanleihen oberhalb der kritischen Zinsschwelle. Mittelfristig ist für Italien eine Gesamtzinsbelastung von 7 Prozent tragbar. Derzeit befindet sich der Kurs bei knapp 7,4 Prozent. Ein weiterer Anstieg dürfte die Lage in Italien nur verschlechtern.
Marktteilnehmer und Politiker schauen jetzt vor allem auf die Europäische Zentralbank. Diese könnte die Rolle des letzten Kreditgebers, wie die Federal Reserve in den Vereinigten Staaten, annehmen und die Staaten in Europa deutlich unterstützen. Bis jetzt hat die EZB aber diese Rolle vehement abgelehnt.
Erfolgreiche
Rohstoff-Trades
wünscht
Ihre
|
Marc Nitzsche, Rohstoff-Trader |
Der Rohstoff-Trader Börsenbrief befasst sich täglich mit dem Thema Rohstoffe und unterrichtet seine Leser mindestens einmal pro Woche über interessante Anlagemöglichkeiten im Bereich Rohstoffe. Sowohl Rohstoff-Aktien, als auch Rohstoff-Zertifikate werden von unserer Redaktion auf Ihre Anlagechancen und Risiken durchleuchtet und bis zum Verkauf im Musterdepot weiterverfolgt. Setzen auch Sie auf den Megatrend Rohstoffe und abonnieren Sie den Rohstoff-Trader unter http://www.rohstoff-trader.de/abo.htm.
Alle Artikel dieses Autors anzeigen |
|
Devin Sage TXA ... Devin Sage, Technische-X-Analyse.de (26.05.12) |
|
|
Erfolgreicher Börsengang !!! Bernd Niquet, Autor (26.05.12) |
|
|
DAX & Facebook ... Frank Sterzbach, Finanzen & Börse (26.05.12) |
|
|
Dow Jones alles auf ... Jochen Steffens, Stockstreet GmbH (26.05.12) |
|
|
GOLD: Baldiges Ende ... Günther Artner, CFA - Erste Group B. (26.05.12) |
|
|
Hüfners ... Redaktion boerse-frank., Deutsche Börse AG (26.05.12) |
|
|
Ungarn-Anleihe: Mögliche ... Sven Krupp, (26.05.12) |
|
|
DAX: Weiterer ... S. Böhm, DaxVestor (26.05.12) |
|
|
US-Dollar: Vorläufiges ... Herr Dr. Rettinger, Devisen-Trader (26.05.12) |
|
|
Nullzins-Anleihe ... Sabine Traub, Börse Stuttgart AG (26.05.12) |
|
|
Bellhaven Copper & ... Stefan Bender, silbernews (25.05.12) |
|
|
Euro-BTP-Futures: Forza ... Dirk Friczewsky, Tradingstrategien (25.05.12) |
|