Der Druck in Europa wird größer! Inzwischen zittern auch schon die „großen“ Staaten.
Die Renditen Italiens und Spaniens liegen mit 6,85 und 6,86 Prozent auf gleichem Niveau. Die Tendenz ist weiter steigend. Denn mit einem Schuldenberg von 1,9 Billionen Euro sind die Aussichten in Italien nicht erfreulich. Der europäische Rettungsschirm mit einem Volumen von 440 Milliarden Euro wird hier nicht viel helfen können. Aus diesem Grund werden die Stimmen nach einem „letzten Retter“ immer lauter. Und diese Rolle soll und muss die Europäische Zentralbank übernehmen.
Inzwischen werden auch schon französische Papiere als Risikoanleihen eingestuft. Der Rettungsschirm könnte aktuell nicht mal Spanien und Italien retten. Eine Rettung Frankreichs ist mit einem solchen Volumen kaum vorstellbar. Die Refinanzierungskosten an den Märkten werden immer höher und können schon bald nicht mehr getragen werden.
Um ein Desaster an den Märkten zu verhindern, muss die EZB einschreiten. Seit Mai 2010 hat die Europäische Zentralbank knapp 200 Milliarden Euro in Staatsanleihen investiert. Betrachtet man die aktuelle Situation in der wir uns befinden, reicht dies bei weitem nicht aus. Wichtig wäre jetzt vor allem eine öffentliche Stellungnahme der EZB, um die Märkte ein wenig zu beruhigen.
Die Rolle des letzten Retters lehnt die Zentralbank aber vehement ab. Vielmehr wird versucht, die Politiker in die Pflicht zu nehmen. Grundsätzlich ist das auch der richtige Weg. Politische Lösungen brauchen aber Zeit, was die Märkte aktuell aber nicht mehr hergeben. Aus diesem Grund werden die Zentralbanken, wohl oder übel, in den nächsten Wochen handeln müssen.
Das Einschreiten der EZB hätte nicht nur einen rettenden Effekt, sondern vielmehr einen wichtigen psychologischen Effekt. Auch dies, muss unter den gegeben Umständen beachtet werden.
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