Der
deutsche Aktienmarkt zeigt am ersten Handelstag der neuen
Kalenderwoche Schwäche. Die Ergebnisse des EU Gipfels fanden
unter Marktteilnehmern ein geteiltes Echo. Auf der einen Seite
begrüßen Börsenexperten strukturelle Reformen zur langfristigen
Beseitigung der ausufernden Staatsverschuldung. Letztere soll
über nationale Schuldenbremsen und die strikte Überwachung der
Staatshaushalte der Mitgliedsstaaten sichergestellt werden. Auf
der anderen Seite seien jedoch die akuten
Refinanzierungsprobleme angeschlagener Staaten der
Euro-Peripherie damit nicht gelöst.
In diese Kerbe schlägt auch die Ratingagentur Moody's, die das
Fehlen kurzfristiger Maßnahmen zur Stabilisierung der
angespannten Kreditmärkte anprangert und
die Bonität der EU-Länder
bereits im ersten Quartal 2012 erneut unter die Lupe nehmen
will. Vor diesem Hintergrund stand heute auch die Anleiheauktion
des schuldengelagten Italien unter besonderer Beobachtung.
Letztere verlief zwar mit einem Volumen von 7 Mrd. Euro
erfolgreich, vermochte aber die Geldmärkte nicht weiter zu
beruhigen. Die Renditen für italienische und spanische
Staatsanleihen mit 10 jähriger Laufzeit legen zum Wochenauftakt
weiter zu. Zudem drücken schwache Konjunkturdaten aus Asien die
Stimmung der Marktteilnehmer. In Japan und Indien verschlechtert
sich zusehends das Konsumklima, China schiebt die vom Markt
erwartete Lockerung seiner Fiskalpolitik auf die lange Bank und
Südkorea korrigiert wiederum seine Wachstumsprognose nach unten.
Alles in allem sind das die Zutaten, die den Dax am späten
Nachmittag in tiefes Rot tauchen.
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