Die politischen Börsen konzentrieren sich wieder auf die Charttechnik



08:48 18.12.11

Liebe Leserinnen und Leser,

„Der große Wurf war das nicht“, so lautete die erste Reaktion in unserem Team-Meeting am Wochenanfang auf die Beschlüsse des EU-Krisengipfels. Und es dauerte auch nicht lange, bis die ersten Reaktionen der Ratingagenturen über unsere Newsticker jagten: „Kurzfristig kaum stabilisierende Maßnahmen“, „nicht zufriedenstellend“ oder „alles andere als der große Befreiungsschlag“ war in den Statements von S&P, Moody´s und Fitch zu lesen. Der DAX reagierte sofort und ging – wie es nicht anders zu erwarten war – zu Beginn der Handelswoche prompt erneut auf Talfahrt.

Als Hauptbelastungsfaktor entpuppten sich in den jüngsten Sitzungen dabei ausgerechnet die Notenbanken, die Ende November und Anfang Dezember durch eine konstatierte Aktion sowie durch die EZB-Zinssenkung noch den Markt gestützt hatten. Viele Marktteilnehmer hofften daher auf weitere Rettungsaktionen, doch dies und jenseits des Atlantiks waren sich die Währungshüter schnell einig, dass weder umfangreiche Käufe von Staatsanleihen noch weitere Konjunkturprogramme (Stichwort QE 3) derzeit geplant sind. Die Enttäuschung war damit vorprogrammiert.

Die politischen Börsen konzentrieren sich wieder auf die Charttechnik

Kurzum, den Börsen fehlt es ohne politische Krisengipfel und geplante Notenbank-Maßnahmen vor der Brust derzeit einfach an „glaubhaften“ Impulsen, um eine größere Aufwärtsbewegung einzuleiten. Das Ende vom Lied ist eine schier endlose übergeordnete Seitwärtsphase – doch lassen Sie sich von der Lethargie jetzt bitte nicht anstecken. Denn wenn die fundamentale Analyse derzeit wenige Orientierungspunkte liefert, dürfte nun verstärkt unser Spezialgebiet der technischen Analyse in den Fokus der Markteilnehmer rücken. Und so finster, wie die ökonomischen Kennzahlen es derzeit darstellen, sieht es im technischen Bild noch nicht aus. Das heißt:

Auch wenn es im Augenblick nur sehr schwer vorstellbar ist, so könnten sich die Märkte über den Jahreswechsel durchaus fester präsentieren. Eine Analyse des deutschen Leitbarometers untermauert diese These, denn in den vergangenen 22 Handelsjahren konnte der DAX stolze 20 Mal zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar um rund fünf Prozent nach oben klettern.

Wo sich dabei in diesem Jahr lukrative Einstiegsgelegenheiten eröffnen, und welche Aktien bereits jetzt als Top-Pics für das kommende Jahr gehandelt werden, das lesen Sie wie gewohnt in der aktuellen Ausgabe unseres Aktien-Trader Briefs, welchen Sie hier  testen können.



Am Schluss möchte ich mich noch für Ihr Interesse und für die vielen zahlreichen Leserbriefe bedanken, die wir im abgelaufenen Börsenjahr erhalten haben. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien besinnliche Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Der nächste Stock-World Weekly Newsletter erscheint feiertagsbedingt erst wieder am 8. Januar 2012.

Bis dahin alles Gute!
Ihr Max Fiedler


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