Liebe Leserinnen und Leser,
„Der große Wurf war das nicht“, so lautete die erste Reaktion in
unserem Team-Meeting am Wochenanfang auf die Beschlüsse des
EU-Krisengipfels. Und es dauerte auch nicht lange, bis die ersten
Reaktionen der Ratingagenturen über unsere Newsticker jagten:
„Kurzfristig kaum stabilisierende Maßnahmen“, „nicht
zufriedenstellend“ oder „alles andere als der große
Befreiungsschlag“ war in den Statements von S&P, Moody´s und
Fitch zu lesen. Der DAX reagierte sofort und ging – wie es nicht
anders zu erwarten war – zu Beginn der Handelswoche prompt erneut
auf Talfahrt.
Als Hauptbelastungsfaktor entpuppten sich in den jüngsten Sitzungen
dabei ausgerechnet die Notenbanken, die Ende November und Anfang
Dezember durch eine konstatierte Aktion sowie durch die
EZB-Zinssenkung noch den Markt gestützt hatten. Viele
Marktteilnehmer hofften daher auf weitere Rettungsaktionen, doch
dies und jenseits des Atlantiks waren sich die Währungshüter schnell
einig, dass weder umfangreiche Käufe von Staatsanleihen noch weitere
Konjunkturprogramme (Stichwort QE 3) derzeit geplant sind. Die
Enttäuschung war damit vorprogrammiert.
Die politischen Börsen konzentrieren sich wieder auf die
Charttechnik
Kurzum, den Börsen fehlt es ohne politische Krisengipfel und
geplante Notenbank-Maßnahmen vor der Brust derzeit einfach an
„glaubhaften“ Impulsen, um eine größere Aufwärtsbewegung
einzuleiten. Das Ende vom Lied ist eine schier endlose übergeordnete
Seitwärtsphase – doch lassen Sie sich von der Lethargie jetzt bitte
nicht anstecken. Denn wenn die fundamentale Analyse derzeit wenige
Orientierungspunkte liefert, dürfte nun verstärkt unser
Spezialgebiet der technischen Analyse in den Fokus der
Markteilnehmer rücken. Und so finster, wie die ökonomischen
Kennzahlen es derzeit darstellen, sieht es im technischen Bild noch
nicht aus. Das heißt:
Auch wenn es im Augenblick nur sehr schwer vorstellbar ist, so
könnten sich die Märkte über den Jahreswechsel durchaus fester
präsentieren. Eine Analyse des deutschen Leitbarometers untermauert
diese These, denn in den vergangenen 22 Handelsjahren konnte der DAX
stolze 20 Mal zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar um rund fünf
Prozent nach oben klettern.
Wo sich dabei in diesem Jahr lukrative Einstiegsgelegenheiten
eröffnen, und welche Aktien bereits jetzt als Top-Pics für das
kommende Jahr gehandelt werden, das lesen Sie wie gewohnt in der
aktuellen Ausgabe unseres Aktien-Trader Briefs, welchen Sie
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Stefan Hofmann, Stock-World |
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